Gesellschaft in Balance: Gender Gleichheit Konsens Kultur in matrilinearen, matrifokalen, matriarchalen ...
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Gesellschaft in Balance: Gender Gleichheit Konsens Kultur in matrilinearen, matrifokalen, matriarchalen ...
Kohlhammer
, 2006 - 311 Seiten
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Wenn nicht jetzt wann dann......
Endlich ist das Buch herausgekommen! Die lange Produktionszeit hat sich gelohnt. Jeder einzelne Vortrag, der hier abgedruckt wurde, wäre schon ein eigenes Buch wert. Ich selbst hatte das Glück bei diesem 1.Weltkongress dabei zu sein, habe alle fundierten und brillanten Forscherinnen und Forscher persönlich gesehen und gehört. Nun könnte man annehmen, ich habe davon genug gehabt, jedoch passierte mir Folgendes:
Ich schlage die Buch
dokumentation
dieses 1.
Weltkongresses
auf und kann nicht mehr aufhören zu lesen, ich bin angeregt, geradezu aufgeregt, eine spannende Erkenntnis folgt auf die andere. Wir erhalten hier Informationen und werden auf Zusammenhänge gebracht, von denen wir systematisch abgeschnitten waren. Hier erfahren wir - und das wissenschaftlich belegt:
Es muß keinen Geschlechterkampf geben, Natur muß nicht ausgebeutet werden, es muß nicht ein paar mächtige Reiche geben und eine Masse von Armen. Geschlechter können einander respektieren, Das Leben kann in die Natur eingebunden sein, es ist gut möglich, dass alle
zu essen haben, versorgt sind und einander nichts neiden und nichts wegnehmen müssen.
Wir können froh sein, dass all diese Forschungen über und aus friedfertigen, lebensbejahenden und weisen
Gesellschaft
en hierin festgehalten wurden. Dieses wissenschaftliche und sinnliche Werk, denn es gibt auch Fotos, Briefe und Beschreibungen vom ebenso wichtigen "Drumherum" des Kongresses, wird uns noch lange beschäftigen. Wir können es in einem Rutsch lesen, aber auch immer wieder hervorholen und damit "arbeiten" und zwar in allen erdenklichen Zusammenhängen.
Ich zum Beispiel, habe grade eine Phase, in der ich einzelne Zitate herausschreibe, die flechte ich dann in Emails und Briefe an interessierte Freundinnen und Freunde, die ebenso wie ich am gesellschaftlichen Wandel interessiert sind und die sich fragen, was wir wohl aus diesen
Kultur
en lernen können!?
Eine Freundin, nämlich Irene Fleiß ist von diesem Buch ebenfalls sehr begeistert und setzte sogleich eine genaue Inhaltsangabe bei Wolfsmutter ins Netz, sie schrieb:
"Zu Beginn gibt Heide Göttner-Abendroth eine Definition der Begriffe "Matriarchat" und "
Matriarchatsforschung
", dann benennt Claudia von Werlhof das "Patriarchat als Negation des Matriarchats" und als "Wahn" (spannend!), und Annette Kuhn beschäftigt sich mit dem "
matriarchalen
Muster im historischen Prozeß". Dann geht es um "matriarchale
Gesellschaften
der Gegenwart" in Asien, Afrika und Amerika; nach Beiträgen von Peggy Reeves Sanday, Hélène Claudot-Hawad und Veronika Bennholdt-Thomsen berichten indigene Frauen und Männer (der Mosuo, der Yi und der KabylInnen) von den Strukturen ihrer Gesellschaft. Riane Eisler beschäftigt sich mit der "Theorie der kulturellen Transformation", Carola Meier-Seethaler mit "Alternativen zum dualistischen Kulturkonzept" und dem "patriarchalen Denkverbot"; Lucia Chiavola Birnbaum erzählt über die "dunkle Mutter und die dunklen Anderen" am Beispiel Sardiniens und Christa Mulack beschäftigt sich mit dem "Matriarchat im Alten Israel" im Werk Gerda Weilers.
Im nächsten Abschnitt referiert Joan Marler über die "archäo-mythologische Forschung von Marija Gimbutas", Michael Dames über die Spuren der Göttin in Britannien und Irland, Kurt Derungs über "Prinzipien der matriarchalen Naturphilosophie und Landschaftsmythologie" und James DeMeo stellt seine "Saharasia"-Theorie über die "Ursprünge patriarchaler autoritärer Kultur in Verbindung mit prähistorischer Wüstenbildung" vor.
Im letzten Abschnitt spricht Heide Göttner-Abendroth über die "Verbindung von matriarchaler Politik, Spiritualität, Ästhetik und Medizin", Ingrid Olbricht über Frauengesundheit und Männermedizin und Cécile Keller über "Medizin in matriarchalen Gesellschaften". Erika A. Lindauer beschäftigt sich mit dem gastgebenden Land und referiert über das "Melusinen-Thema in der
Luxemburg
er Geschichte". Internationale Pressestimmen, Interviews und Offene Briefe zum Kongreß runden - zusammen mit Farbtafeln von ausgestellten Kunstwerken, von Tänzen und von Referentinnen und GästInnen - den empfehlenswerten Band ab" Soweit nun auch noch eine zweite begeisterte Stimme.
Uschi Madeisky im Februar 2007
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Weltkongresse von/über matriarchale Völker
falls jemand nicht die Gelegenheit hatte, an den beiden Weltkongressen teilzunehmen ("Societies in
Balance
"
2003
in
Luxemburg
, "Societies of Peace" 2005 in San Marco/Texas), kann hier die Beiträge der ForscherInnen nachlesen.
Wer
Matriarchatsforschung
ablehnt oder die Existenz von
matriarchalen
Völkern negiert handelt schlichtweg unseriös, solange diese
Dokumentation
en nicht gelesen werden.
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