Reclam Universal-Bibliothek, Nr.64, Maria Stuart | Friedrich von Schiller
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Reclam Universal-Bibliothek, Nr.64, Maria Stuart
Friedrich von Schiller
Reclam, Ditzingen
, 2001
Kundenbewertung:
(14 Bewertungen)
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Kauftipp
Rezension von Maria Stuart- Schiller
Das Drama "
Maria
Stuart
" handelt von dem Konflikt zwischen der schottischen Königin Maria Stuart und ihrer englischen Rivalin Elisabeth, der Königin von England. Maria wurde von Elisabeth gefangengenommen und 18 Jahre lang in einem Kerker festgehalten. Der Konflikt zwischen den beiden kostet Maria am Ende den Kopf.
Meiner Meinung nach ist "Maria Stuart" ein Theaterstück, welches man auch heute noch auf die Gesellschaft anwenden kann. Dadurch, dass es ein Theaterstück ist, macht es den Streit und die Probleme der Protagonistinnen noch deutlicher und leichter zu erkennen. Ich fand es auch entgegen meiner Erwartung sehr leicht zu lesen, was mein Interesse an diesem Buch noch stärker gemacht hat. Alles in allem vergebe ich 5 Sterne, weil "Maria Stuart" ein sehr gut geschriebenes Drama ist, das eine interessante Geschichte für die Öffentlichkeit der damaligen Zeit bietet und auch in der heutigen Zeit keineswegs veraltet ist.
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Zeitlose Gefühle zweier Frauen
Die schottische Königin
Maria
Stuart
, die auch auf den englischen Thron Anspruch erhebt, wird aufgrund von Intrigen und Falschaussagen in England festgehalten. Das Todesurteil ist bereits gesprochen, muss nur noch von Königin Elisabeth abgesegnet werden. Diese tut sich aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse schwer, obwohl sie ihre Rivalin, auch aufgrund ihres offenherzigen Lebenswandels verachtet. Während Maria Stuart also im Kerker wartet und eigentlich überzeugt ist, dass das Todesurteil nicht vollstreckt werden wird, berät sich Elisabeth nach allen Seiten, wird von versteckten Freunden Marias gedrängt, Gnade walten zu lassen, von anderer Seite wiederum, dass Urteil unverzüglich vollstrecken zu lassen. Auch planen einige Freunde Maria Stuarts bereits deren Flucht und in weiterer Folge auch die Machtübernahme. Zu all dem kommt es schließlich nicht, denn als sich die Rivalinnen im 3.Akt gegenüberstehen, kommt es zu einem wilden Wortgefecht, aus dem Maria Stuart zwar als moralische Siegerin hervorgeht, es Elisabeth allerdings fast unmöglich gemacht wird, Gnade walten zu lassen. Nach einigen weiteren Intrigen von verschiedenster Seite wird Maria schließlich hingerichtet, geht aber voller Stolz und christlicher Überzeugung in den Tod.
Schillers Drama geht sehr persönlich und wahrscheinlich auch spekulativ auf das Gefühlsleben der zwei Frauen ein, zeigt ihre Stärken und unzählige menschliche Schwächen, gibt allerdings auch den Nebenfiguren ausreichend Gelegenheit sich zu entwickeln und Fragen aufzuwerfen. Da werden aus den scheinbaren Feinden der Maria Stuart ihre größten Verehrer und so mancher möchte für sie in den Tod gehen. Im Mittelpunkt bleiben jedoch die Gefühle und Gewissenskonflikte der beiden Hauptpersonen, die Zuneigung, ja, sogar das Verständnis für das Handeln der jeweiligen Gegenspielerin. Auch Maria Stuart wir von Schiller nicht ausschließlich als diese Märtyrerin gezeichnet, als die sie in die Geschichte einging, sondern als Frau mit Makel und auch blutigen Sünden. Elisabeth bleibt jedoch auch in Schillers Abhandlung die moralische Verliererin, sowohl beim Zaudern um eine Entscheidung, als auch im direkten Duell der beiden. So gelingt dem Autor beides: Den historischen Stoff abzuhandeln und Menschlichkeit und damit verbundene menschliche Schwächen einzubringen.
Schillers Werk erscheint mir dadurch zu gewinnen, dass er zwar historische Andeutungen macht, sich jedoch zu jeder Zeit genug Spielraum für Interpretationen lässt, auch persönliche Befindlichkeiten der Personen in die Machtpolitik der damaligen Zeit einfließen zu lassen und teilweise Absurdes einfließen zu lassen. Der Staatssekretär, der die Befehle seiner Königin nicht versteht, eigentlich nicht verstehen kann, denn die Königin ist außerstande den Befehl zur Hinrichtung zu geben, der Streit der Rivalinnen, in der das Gefühlsleben über jede Taktik oder politische Vernunft obsiegt, die Intrigen der jeweiligen Gefolgsleute - heute würde man sie vielleicht Lobbyisten nennen - dies alles macht Schillers Interpretation des Stoffs in höchstem Maße lebenswert, spannend und - trotz der Tragik - amüsant. Ich würde meinen, der Autor war sich seiner Sache sicher, stand dem Stoff positiv" gegenüber, gibt dem Drama nicht nur Verlierer, sondern (fast) jede Person wird auch positiv gezeichnet. Der moralischen Gewinnerin Maria steht am Ende die politische Gewinnerin Elisabeth gegenüber und auch der Leser ist ein Gewinner, denn hier wurde historischer Stoff kurzweilig, spannend, amüsant und - meiner Meinung nach - ohne erhobenen Zeigefinger abgehandelt.
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Maria Stuart
Das Drama "
Maria
Stuart
" von F. Schiller hat mir persönlihc nicht so gut gefallen.
Die Geschichte des Buches ist zwar interressant und es ist teilweise spannend den Konflikt der beiden Hauptfiguren (Elisabeth und Maria) zu verfolgen, aber ich lese nicht so gerne Bücher geschrieben in Theaterform.
Mit der Sprache des Buches bin ich nicht so gut zurecht gekommen, doch ungefähr bei der Hälfte des Buches habe ihc mich dann dran gewöhnt.
Zusätzlich muss ich noch anmerken, dass die Anzahl der Personen und die verschiedenen Verstrickungen in die Handlung mich etwas verwirrt haben.
Erst, als wir das Buch näher in der Schule behandelten, habe ihc das Buch "zu schätzen gelernt" und all die Absichten, die hinter der Geschichte stecken.
Hätte ich mich nicht intensiv mit dem Buch beschäftigt und die einzelnen Personen nciht näher analysiert, wäre es um ehrlich zu sien kein Buch, das ich ohne weiteres weiterempfehlen würde...
Totzdem viel spaß beim Lesen :D
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Ein Höhepunkt des Weimarer Klassizismus
Friedrich Schillers Tragödie "
Maria
Stuart
" behandelt den Konflikt zwischen der englischen Königin Elisabeth I. und Maria Stuart, ehemals Königin von Schottland, die einen berechtigten Anspruch auf den Thron Britanniens hat. Darum wurde Maria auch als Asylsuchende von Elisabeth gefangen gesetzt. Zu diesem politischen Konflikt kommen noch verschiedene andere Aspekte, die das Verhältnis der Königinnen zueinander prägen; Moral und Unmoral sowie eine erotische Konkurrenz zwischen den beiden Figuren. Diese Konflikte werden von Schiller in genialer Weise umgesetzt. So findet das Treffen der beiden Königinnen als Höhepunkt der Handlung exakt in der Mitte des Dramas statt. Formal folgt Schiller insgesamt antiken Mustern, denn die Form ist hier nur Mittel zum Zweck; nämlich der Ausarbeitung der Charaktere der beiden Königinnen. Interessante Wendepunkte der Geschichte werden immer wieder in genialer Weise dramatisch realisiert.
Dazu kommen noch Aspekte von Schillers ästhetischen Abhandlungen zum Tragen. Insgesamt gibt es einen großen Interpretationshintergrund, doch den sollte jeder für sich selbst entdecken. Die Sprache des 18. Jh.s ist heute sicher nicht für jeden im ersten Lesen zu verstehen, doch ist sie eine literarische Reise wert und man ist gleichsam gefangen, wenn man sich auf sie eingelassen hat.
Insgesamt stellt das Stück einen Höhepunkt klassizistischer Dichtung dar, und ist nur zu empfehlen.
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