Auch der Einfluß Schopenhauers auf dieses Werk ist augenscheinlich. Nach Schopenhauers Ansicht, ist der Wille die Wurzel alles Unglücks. Nur diejenigen, die den Willen als solche erkennen und ihn ausschalten können ?Glück" finden. Hier sind auch die Parallelen zum Buddhismus. Anatol ist von seinem Willen Glück bei einer Frau zu finden beherrscht.
Eine weitere Eigenheit in der Beschreibung des Anatols ist, daß er sich nur über Frauen definiert. Er ist keine eigenständige Persönlichkeit, er hat keinen Beruf oder ähnliches. Er ist immer nur der ?Frauenheld" und somit abhängig von Frauen. Würde er plötzlich heiraten und eine Familie gründen, wer wäre er dann noch? Ein Niemand. Dies ist ein wichtiges Merkmal der Jahrhundertwende: Der Verfall der Gesellschaft - in diesem Fall der Verfall (eigentlich das gar nicht ?Zustandekommen") des Anatols.
Auch die Philosophie Nietzsches hatte großen Einfluß auf dieses Werk. Anatol versteht sich als Übermensch, der sich über alle hinweg setzt. Hier kann man die Lächerlichkeit eines Übermenschen aufzeigen: Was ist ein Übermensch ohne die, die er unterdrücken kann? Ein Niemand. Anatol lebt also beziehungslos in einer Umwelt ohne die er nichts wäre.