Die eingängigen und didaktisch ausgeklügelten physischen und humangeografischen Kartenwerke bergen ein Höchstmaß an Informationen bei zugleich guter Lesbarkeit. Und der ständig überarbeiteten Auflagen wegen sind sie stets von höchster Aktualität: Die statistischen Daten sind meist gerade erst zwei Jahre alt, was insbesondere bei den schnelllebigen Entwicklungen etwa in der europäischen Gemeinschaft, aber auch in der globalisierten Neuordnung von Industrie und Dienstleistungen unabdingbar ist.
Immer weiteren Raum nehmen auch die Folgen der durch Menschenhand veränderten Naturräume ein, die sich beispielsweise im Ausmaß der Wüstenbildung widerspiegeln oder in der Klimavariabilität seit dem Mittelalter. Doch die vielleicht eindrucksvollste Karte findet sich auf der letzten Seite des Diercke: Die Prägung des Weltbildes durch deutsche und amerikanische Zeitschriften. Denn am Ende eines überaus detaillierten Blicks auf die Erde zeigt sich in ihr in eindrucksvoller Weise, wie zentralistisch unser Weltbild in Wahrheit ist. --J. Schüring