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  Zug des Lebens | Lionel Abelanski, Rufus
 
 
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Zug des Lebens
Lionel Abelanski, Rufus

AVU, 2000

Kundenbewertung:(14 Bewertungen)
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Zum Zug des Lebens wird für die jüdischen Bewohner eines rumänischen Stetl eine aus kunterbunten Einzelwaggons und einer Rostlaube von Lokomotive notdürftig zusammengeflickte Eisenbahn in dieser herrlich komischen, todtraurigen Groteske mit Galgenhumor. Der kleine, wunderbare Film von Radu Mihaileanu dampfte auf seiner Tour du Monde von Festival zu Festival und wurde mit etlichen Preisen geehrt, darunter in Sundance und Sao Paulo mit dem Publikumspreis. Ebenso wie der artverwandte oscarprämierte Film Das Leben ist schön von Roberto Benigni macht Mihaileanu eine Komödie aus der historischen Tragödie des Holocaust, indem er Tatsachen absurd überspitzt.

Hier ist es ein ganzes Dorf, das der drohenden Deportation durch die Nazis entgehen will, indem es sich selbst deportiert. Auf diese Schnapsidee kommt der Dorfnarr. Und nachdem das Vorhaben durch alle dörfliche Instanzen debattiert wurde, spricht der Rabbi ein Machtwort und teilt die Bewohner in Nazibewacher und Judengefangene auf. Bald trennt nicht nur die Verkleidung, sondern auch Neid, Ehrgeiz und unterschiedliche politische Positionen die Gruppierungen. Als der Zug von einer Nazi-Abordnung angehalten wird, bewähren sich Deutschkenntnisse und zackiges Auftreten des Zugführers so gut, dass man sich sogar mit Lebensmitteln versorgen lässt. Die Bitte um koscheres Fleisch stößt allerdings auf Misstrauen.

Dennoch schafft man es, auf den Gleisen zu bleiben und stößt bald auf die nächste Nazi-Abordnung. Die sich alsbald als Zigeunergemeinschaft entpuppt, die dieselbe Idee hatte wie des Stetls Dorfnarr. Die trotz oder gerade wegen der Komik eindringliche Parabel ist mit vor Lebensfreude übersprudelnder Klezmer- und Zigeuner-Musik unterlegt. Zu den witzigsten und mitreißenden Szenen im Film gehört denn auch ein Wettbewerb zwischen den Musikern des Stetl und des Zigeunerbarons. --Heike Angermaier


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Schöner, witziger Film gekonnt mit Tragik verbunden

Ein wunderbarer Film, der vor allem durch seinen jiddischen Witz kombiniert mit einer brenzligen Situation besticht. Zudem kommt die mit jiddischem Dialekt geschmückte Sprache in der sorgfältigen deutschen Synchronisation besonders besser rüber (was auch der Regisseur des französischen Films festgestellt hat). Somit hat dieser Film auch etwas zu lachen (wenn z.B. die Vorbereitungen des jüdischen Dorfes auf Hochtouren läuft und ein Teil von ihnen etwa perfekt Deutsch sprechen lernen muss), schafft eine herrliche Tragikomik und lässt dennoch sehr gut die Angst der Juden spüren, die Deportation vorspielen, zu fliehen.
Auch die Charaktere des Dorfes sind sympathisch und durch hervorragende Darsteller verkörpert, während die doch eher eindimensional, aber erbarmungslos erscheinen, was aber durchaus berechtigt ist. Dabei erscheint nie jemand davon überpräsent, was lobenswert ist.
Ebenso können Musik (zu schade, dass es keine CD dazu gibt) und Ausstattung überzeugen. Meiner Meinung nach besser als der dennoch unterhaltene Film „Das Leben ist schön" von Roberto Benigni.
Die Extras übrigens sind lediglich eine Fotogallerie und ein Interview zwischen dem Regisseur und dessen Vater. Aber ich denke, man kann auch bei der Einzel-DVD, die es mittlerweile spottbillig gibt, bedenkenlos zugreifen.


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wertvoll

ein Film, der durch alles besticht, Handlung, Charaktere, Dramaturgie und Humor. Wenn gleich letzterer für jeden Zuschauer zum Genickbruch führt und damit zu einem vielleicht besseren Verständnis eines der traurigsten und schrecklichsten Kapitel für das jüdische Volk, aber auch eutschlands und der gesamten Menschheit.

Man sollte Zeit zum Nachdenken oder Reden haben - nach dem Film.

f.


Eine Komödie über den Holocaust - geht das?

JA!
Juden die sich in deutschem Herrenmenschgebaren üben. Ein Dorf, das sich kuzerhand vor der Nazi-Bedrohung selbst wegdeportiert. Viel jiddischer Humor, mit leisen traurigen Untertönen, und vor lebensfreude sprühende Klezmer-Musik. Ein großer Teil des Films ist ein Riesenspaß.


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Der Hammer

Man kann fast nicht glauben, was man da sieht. Ein jüdisches Dorf während des 2. Weltkrieges glaubt, dem Unheil zu entrinnen, indem es sich selber deportiert. Auf so eine Idee muss man erst kommen. Doch die Umsetzung ist so herzerfrischend, intensiv und umwerfend komisch, dass der Hammer am Ende der Geschichte doppelt einfährt. Ein sehr guter, nachdenklich stimmender Film, bei dem man dennoch sehr viel zu lachen hat.


Wunderbar - immer wieder ...

Die Geschichte des kleinen jüdischen Dorfes in schwerer Zeit, das auf eine geniale Idee zu seiner Rettung kommt - einer der wohl besten Filme aller Zeiten!

Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und herausgearbeitet, allen voran der sogenannte "Dorftrottel", der dann doch die zündende Idee hat ...

Die Dialoge sind intelligent und witzig, und bei aller Ernsthaftigkeit des Themas besticht dieser Film durch seinen Witz und Charme.

Der Film selber ist wärmstens zu empfehlen, und auch die DVD ist in jeder Hinsicht einwandfrei - fünf verdiente Sterne!


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reviews: page 1, 2, 3



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