"Lachen mit Jesus und Marx", so betitelte der deutsche Filmjournalist Hans Messias einst einen Artikel im katholischen Filmdienst. Besser kann man die Handlung sämtlicher Filme um den Geistlichen Don Camillo und seinen kommunistischen Widersacher Peppone eigentlich kaum zusammenfassen. Doch in dieser vierten Teil funktioniert dieses Motto nicht wirklich. Die beiden Hauptfiguren, Don Camillo, inzwischen ein Monsignore, und Peppone, seines Zeichens längst Senator der kommunistischen Partei in Rom, wirken längst nicht mehr so spritzig wie in den ersten Filmen. Auch funktioniert die Geschichte, die große Verrenkungen anstellen muss, um die beiden an ihre alte Wirkungsstätte Brescello zusammenzuführen, nicht. Um Humor zu erzeugen, werden in diesem Film stattdessen die Kommunisten lächerlich gemacht. Selten will ihnen etwas gelingen, ihre Führungspersönlichkeiten sind dumm, ihre Gefolgschaft besteht vor allem aus niederem Pöbel, der die Partei als Plattform für ihre Randale nutzt. Diesen Fehler haben seine Vorgängerfilme nie begangen. Pro-kommunistisch war keiner der Filme. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Jedoch haben sich die Filme stets darum bemüht zu erklären, warum sich die Menschen der Po-Region, in der die Filme spielen, den Kommunisten angeschlossen haben: Sie hatten es satt, von den Großgrundbesitzern ausgenutzt zu werden und trotz ihrer harten Arbeit in bitterer Armut leben zu müssen. Die Kommunisten waren die Partei, die ihnen Gehör verschaffte. Dies weiß im ersten Teil auch Don Camillo, der den Großgrundbesitzern genau diese Ausbeutung offen vorwirft.
Von solch differenzierten Betrachtungsweisen ist der vierte Teil weit entfernt. Zwar bemühen sich die beiden Hauptdarsteller Fernandel und Gino Cervi redlich, Spielfreude aufkommen zu lassen. Doch in einer wenig stimmigen Geschichte, umgeben von wenig talentierten Darstellern, kämpfen die beiden einen Kampf gegen Windmühlenflügel. --Christian Lukas