Die schauspielerischen Leistungen in diesem Film sind hervorragend, und im Großen und Ganzen ist er recht lohnenswert. Aber schauen Sie ihn nicht an, um eine Fülle von Handlungslogik oder einen Einblick in die Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland zu bekommen. (Dafür sind Sie mit Im Namen des Vaters von Jim Sheridan oder der unterschätzten Filmbiografie Michael Collins von Neil Jordan besser bedient.) Vertrauter Feind war Pakulas letzter Film, der 1998 bei einem Autounfall tragisch ums Leben kam. --Jeff Shannon
Beide Darsteller agieren in Höchstform. Wer schreibt, der Film sei oberflächlich, hat ihn nicht verstanden. Sorry. Und ein besseres Ende kann man sich nicht vorstellen. Würde es mehr Punkte geben, würde ich auch mehr vergeben.Mind how you go. "Normal people in an abnormal situation fight a disgusting and ugly war. You can`t understand it because you haven`t lived it." Nein - Leute, die nicht in einem Kriegsgebiet leben, können den Wahnsinn des Krieges und seine Folgen nicht verstehen. Auf höchstem Niveau versucht dieser Film, dem Puplikum dieses Thema näher zu bringen. IRA, Britische Armee und Polizei sind dabei austauschbar. Es könnten ebenso Palästinenser und Israelische Soldaten .... sein. Tom O`Meara ist absolut treffend mit Harrison Ford besetzt, dem Paradebeispiel eines amerikanischen Helden. Aber "It`s not an American story. It`s an Irish one." Brad Pitt spielt Frankie McGuire grandios, den normalen Mann, der mit acht Jahren in einen Krieg hineingezogen wurde. Einen Krieg in dem es auf allen Seiten viele Tote gab. Die Klasse des Filmes zeigt sich im fehlenden "Gut und Böse, Richtig und Falsch". Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen. Einen zusätzlichen Stern hätten die Musik, Landschaft und irischen Schauspieler verdient. Das Irisch ist einfach wunderbar und Brad Pitt versucht sich redlich daran.