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  Das China-Syndrom | Jane Fonda, Jack Lemmon
 
 
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Das China-Syndrom
Jane Fonda, Jack Lemmon

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James Bridges (Urban Cowboy, Die grellen Lichter der Gro§stadt) führte bei diesem Film aus dem Jahre 1979 Regie, der in der ganzen Welt zur Sensation wurde, als sich wenige Wochen nach seinem Kinostart der atomare Zwischenfall auf Three Mile Island ereignete. Jane Fonda (Klute, Julia) spielt eine Fernseh-Nachrichtenreporterin, die nicht sonderlich viel Beachtung erfährt, bis sich eine Routine-Geschichte äber das örtliche Atomkraftwerk zu einer Enthüllung von epischen Proportionen zu entwickeln scheint. Sie und ihr Kameramann, gespielt von Michael Douglas (Wall Street, Hallo, Mr. President), verbinden sich mit einem Aufwiegler aus dem Kraftwerk, der von Jack Lemmon (Rettet den Tiger!, Vermisst) gespielt wird. Gemeinsam machen sie sich daran die Gefahren zu enthüllen, die sich in dem Atomreaktor verbergen und ignorieren die Versuche sie zum Schweigen zu bringen, die von den Geschäftsinteressen verschiedener Leute herrühren. Obwohl er ein aktuelles Thema behandelt, ist der Film (der von Douglas produziert wurde), ein politischer Thriller, dem es gelingt zu unterhalten, während er den Zuschauer zum Nachdenken anregt. --Robert Lane


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Atomkraft - nein, danke !

Ein amerikanisches Fernsehteam wird im Zuge einer Energie-Serie Zeuge eines Unfalls in einem Atomkraftwerk und dreht unerlaubt mit. Die zuständige Behörde verschleiert den Vorfall und verhindert die Ausstrahlung des hochbrisanten Beitrags.
Der verantwortliche Betriebsingeneur recherchiert wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten daraufhin selbst und entdeckt vorsätzlich herbeigeführte Fälschungen bei Materialkontrollen. Da er vor diesem Hintergrund das bereits wieder aktivierte Kraftwerk für nicht sicher hält, dringt er in die Schaltzentrale desselben ein und fordert bewaffnet ein Live-Interview, um der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen. Zeitgleich werden die technischen Mitarbeiter des Meilers aufgefordert, eine Reaktor-Notabschaltung durchzuführen, im Rahmen derer es einer Polizei-truppe gelingt, in die Schaltzentrale einzudringen und den Ingeneur noch vor Bekanntgabe relevanter Informationen zu erschießen.

?Das China-Syndrom? ist ein außerordentlich informatives, couragiertes und kritisches Stück Filmgeschichte. Er ist spannend und kombiniert auf höchst beeindruckende Weise gesell-schaftspolitische Fragen mit Krimi-und Actionelementen.
Die Entscheidung des Akteurs und Produzenten Michael Douglas, Jack Lemmon mit der Rolle des Betriebsingeneurs zu betrauen, ist ein glänzender Schachzug. Er spielt einen Mann, dessen Arbeit ihn total erfüllt, der absolut hinter seinem Job steht und innerhalb kurzer Zeit feststellen muß, daß alles, was quasi sein Lebensinhalt war, wie eine Seifenblase zerplatzt. Wie Lemmon das verkörpert, ist wirklich nur als brilliant zu bezeichnen.

Die weltweit agierende Atomlobby - vermutlich weil ihr in diesem Film, in meinen Augen zurecht, kriminelle Qualitäten unterstellt werden - hat diesen Film natürlich als linkslastig und als generell übertrieben bezeichnet, mußte sich aber nach dem nur kurze Zeit später stattfindenden Beinahe-Gau in Harrisburg eines Besseren belehren lassen.
Die USA haben seither - unter George W. dürfte sich dies bestimmt ändern - kein neues Atomkraftwerk mehr in Auftrag gegeben.

Der Film jedenfalls gewann schlagartig an Aktualität und wird diese, solange es Atomkraftwerke, Wiederaufbereitungsanlagen und sogenannte Endlager gibt, sicher niemals verlieren.


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Achtung Kernschmelze!

Nachdem ich den Film ewig nicht gesehen hatte, fiel mir kürzlich "Das China-Syndrom" als DVD in die Hände. Und auch wenn Atomkraftwerke heutzutage wahrscheinlich noch besser abgesichert und perfekter ausgetüftelt sind als damals, ist das Thema Atomkraft noch längst nicht vom Tisch, und insofern bewahrt dieser Film bis heute seine Aktualität und realitätsnahe Brisanz. Fast könnte man den Eindruck haben, hier habe man reale Ereignisse verfilmt, doch knüpfte man hier nur geschickt und glaubwürdig Einzelheiten zu einem fiktiven Störfall in einem Atomkraftwerk zusammen. Der Film brachte das Thema Atomkraft schlagartig auf eine Weise in die Presse, wie man es vorher nicht kannte, und wenige Wochen nach der Uraufführung wäre etwas Ähnliches wie hier im Film geschildert im Atomkraftwerk Harrisburg beinahe Realität geworden, genauso wie Jahre später der Film "Outbreak" einem realen Ausbruch von Ebola voranging und dadurch beängstigend prophetische Qualitäten gewann.
Die Figuren sind hervorragend besetzt, allen voran natürlich Jane Fonda, Jack Lemmon (hier mal in einem völlig unlustigen, ja ernsten Part, den er mit Bravour meistert) und Michael Douglas - bei dem ich immer wieder staune, wie viele Filme er bereits in seinen jungen Jahren schon produziert hat (auch "Das China-Syndrom" gehört dazu), und das sogar ohne sich selbst als den Hauptdarsteller einzusetzen.
"Das China-Syndrom" ist ein beängstigender Film, ein wichtiger Film, und er sollte neben "The Day After" meines Erachtens zum Bildungsprogramm einer jeden Schule gehören.


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aus Hollywoods kritischer Glanzzeit

"Das China Syndrom" stammt aus der kurzen Zeit, in der Hollywood anspruchsvolle, politisch und gesellschaftlich engagierte Stoffe produzierte und diese mit Stars besetzte, die auch brillante Darsteller waren, nicht nur Kassenmagnete. So besticht denn das "China Syndrom" vor allem durch die hochkarätige Besetzung. Jack Lemmon geht geradezu beängstigend in seiner Rolle als Kernkraft-Techniker mit Gewissen auf, und wenn man Jane Fonda zusieht, kann man nur schmerzlich feststellen, dass sie leider seit Jahren der Leinwand fernbleibt - vielleicht weil Hollywood heutzutage nicht mehr in der Lage und Willens ist, Filme herzustellen, die mehr als nur unterhalten, um den Kassenerfolg nicht zu gefährden. Produziert wurde das "China-Syndrom" von Michael Douglas, der hier eine eher untergeordnete Rolle spielt und die schauspielerischen Highlights ganz uneitel Fonda und Lemmon überlässt.
Die Inszenierung des Thrillers wurde übrigens seinerzeit als konventionell bezeichnet, heute wirkt sie geradezu experimentell - es gibt keinen Filmscore, keine oberflächlichen Spannungseffekte, keine Action. Der Film spielt von Anfang bis Ende mit der Angst und Beklemmung, das etwas passieren KÖNNTE, was weit über unsere Vorstellung hinausgeht. In dieser Hinsicht ist "Das China-Syndrom" geradezu mörderisch spannend, wenn auch vielleicht nicht gerade für jugendliche Zuschauer, die MTV-artige Schnittfolgen gewohnt sind.
"They don't make movies like that anymore", heißt es. Und hier stimmt es auf jeden Fall. Wie schade. Aber glücklicherweise kann man Filme wie diesen ja auf DVD genießen. Extras sind zwar so gut wie kaum vorhanden (Trailer), aber besonders die Originalfassung ist natürlich äußerst lohnenswert bei so hervorragenden Schauspielern.


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Toll besetzt und (leider) immer noch aktuell ...

Der Film hat schon einige Jahre auf dem Buckel, zeigt er doch einen jungen und vor Elan strotzenden Michael Douglas und eine Jane Fonda in den besten Jahren.
Leider ist die Thematik immer noch brisant und hoch aktuell: Noch immer gibt es Pannen in Atomkraftwerken, die uns verschwiegen werden (sollen), siehe Krümmel und noch immer ist die Frage der 'Endlagerung' des über jahrtausende strahlenden Abfalls nicht geklärt!
Somit ist 'Das China-Syndrom' ein Film, der gut besetzt, toll gespielt und hoch brisant ist. Was will man mehr?


"Wir haben Spielfilmlänge erreicht, Leute. Feierabend!"

Vielleicht bin ich der Erste, dem das auffällt - aber mir kommt es so vor, als bräuchte dieser Film eine gute Stunde, bis er in Gang kommt. Dann steigt langsam die Spannung. Und jetzt könnte es so richtig losgehen mit dem Kinogenuss - aber jetzt ist leider Feierabend... Schluss statt Genuss. Der Streifen ist einfach zuende - die Story aber verlangt danach, weitererzählt zu werden. Sehr unbefriedigend find ich das.


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