Aus einem deutschen Leben | Götz George, Elisabeth Schwarz
DVD Filme:
aus einem deutschen ...
Aus einem deutschen Leben
Götz George
,
Elisabeth Schwarz
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Kauftipp
das böse versteckt sich hinter einer biederen maske
dies ist die geschichte von rudolf höß, dem leiter des kz auschwitz. der name franz lang ist lediglich ein erdachter name den höß tatsächlich vor seiner verhaftung benutzte um selbiger zu entkommen. nicht nur diese tatsache macht den film so dermassen realistisch das es fast weh tut.
die sture befehlsunterwerfung des rudolf höß macht sauer und schockiert zugleich.
umso schlimmer das es sich hierbei um einen menschen aus fleisch und blut handelte und nicht um eine erdachte figur.
der film ist ein hervorragendes biopic des lagerleiters.
ohne viel brimborium und schnörkellos werden die wichtigsten stationen im
leben
des rudolf höß wiedergegeben.
für fans des genres und interessierte ist der film ein unbedingtes muss.
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Versuch des Psychogramms eines KZ-Leiters
Auf den Film kam ich, da ich nach "Der Sandmann", "Der Totmacher" und "Solo für Klarinette" bei amazon auf der Suche nach einem gutem Film mit Götz George als Charakterdarsteller in der Hauptrolle fahndete.
Und da mich die Machtfrage oder genauer, wie Menschen dazu kamen (und immer wieder kommen), andere zu unterdrücken und ihnen Gewalt (in den verschiedensten Formen) anzutun - und der 2. Weltkrieg, der genau genommen soooo lange noch gar nicht zurückliegt, liefert hierzu grauenhaft viele Belege... - zeit meines
Leben
s immer wieder interessiert, war ich sehr gespannt auf das in Aussicht gestellte Psychogramm.
Zusammengefaßt finde ich diesen Film aus den 70ern aussagekräftiger als die Mini-Serie "Band of Brothers". Letztere eilt zwar 10 Stunden bild- und tongewaltig durch die Stationen des 2. Weltkrieges, "Aus einem
deutschen
Leben" rückt aber EINEM exponierten Akteur und SEINEN MOTIVEN näher - und genau das finde ich spannender als die x. Kampfhandlung.
Nur 4 Punkte, weil mir die Suche nach dem "Warum" doch manchmal etwas zu glatt und unengagiert vorkam. Ich denke hier etwa an die sekundenschnellen Befehlsentgegennahmen Lang s von Himmler, die im Ansatz prägnante, dann aber nach wenigen Augenblicken leidenschaftslose Diskussion mit der - quasi einst zugeteilten - Ehefrau, als die vom Morden ihres Mannes Kenntnis bekam und das abschließende und doch sehr kurze Verhör durch einen Vertreter der Alliierten.
Eine umfassende Bewertung fällt mir schwer und ich lehne mich da gerne an eines der Extras an, in denen der Regisseur selbst auf die vielfältigen Variablen (Elternhaus, (keine) Ausbildung, gesellschaftliche Realität, welt- und innenpolitische Verhältnisse, ökonomische Realität, Arbeitsmarkt etc.) hinweist, die den Nährboden für die Ausbildung einer Persönlichkeit wie dem späteren KZ-Kommandeur "Lang" bildete.
Immer stellt sich beim Anschauen des Filmes daher auch die Frage, was und wieweit unter anderen Umständen wohl möglich (gewesen) wäre bzw. wie sich der Zuschauer gefühlt/verhalten hätte ?
Und auch daran erinnert der Film ganz deutlich: Immer gab und gibt es auch (mitwissende ? und "mittragende" ?) Ehepartner, Anverwandte, Kollegen, "Freunde" etc. ..., die ggf. - aus mannigfaltigen Beweggründen - wegschauen und/oder nur zu bereitwillig vergessen...
Obwohl sicher nicht "die" Glanzleistung von Götz George, ein wertvoller Film. Der ebenfalls zu den Extras gehörende Bonus-Kurzfilm "Vor dem Feind" paßt gut dazu.
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Ein guter und wichtiger Film
"Aus einem
deutschen
Leben
" zeichnet den Lebenslauf von Rudolf Höß den Lagenkommandanten von Auschwitz nach. Er wird fiktiv als Franz Lang bezeichnet. Franz Lang ist Pseudonym unter dem Rudolf Höß nach dem Krieg untergetaucht ist. Theodor Kuballa hat bewußt diesen Namen eingesetzt, um keine Person hervorzuheben, sondern um zu zeigen wie ein anonymer Deutscher (jeder Mensch) zum Verbrecher werden kann. Gezeigt wird das Leben von Rudolf Höß von 1916 bis zu seiner Hinrichtung 1947. Es wird gezeigt wie er sich allmählich zum Nazi entwickelt und wie leicht er sich beeinflussen läßt. Der Film obwohl, wie gesagt ein Pseudonym als Name verwendet wird, beruht auf historischen Tatsachen. Der Mord am Kommunisten 1927 ausgeheckt von Martin Bormann bis zur Vergasung von den Juden. Jede Station wird in ruhigen eindringlichen Bildern beschrieben. Der Film fungiert dabei als Kammerspiel, wo die Charaktere der Leute mehr zur Geltung kommen als die Effekthascherei. Gerade durch die leise philosphische Durchsetzung (Alfred Baeumler) wurden Leute wie Hitler, Himmler und letztendlich auch Rudolf Höß mit beeinflusst. Als Extra gibt es einen sehr interessannten Kurzfilm über 2 Desserteure die entgegen dem Befehl die Waffen nieder legen. Desweiteren noch ein paar Fakten über Rudolf Höß. Ein sehr gelungener Film über die Frage wieso Leute zu Nazis wurden! Historisch wertvoll und empfehlenswert!
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Kein perfekter Film, sollte man aber gesehen haben...
Ich habe diesen Film, über den ich bis hierher schon viel gehört habe, nun endlich auch gesehen und kann mir nun ein eigenes Bild machen.
Die Produktion ist für einen
deutschen
Film aus den 70ern vollkommen in Ordnung. Die Kulisse wirkt durchgehend authentisch, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass viele Szenen tatsächlich im Stammlager und in Auschwitz-Birkenau gedreht wurden (Sehr markant hierbei ist die Szene an der ersten provisorischen Gaskammer im Stammlager, wo Lang dem SS Reichsführer Heinrich Himmler vorführt, wie er zukünftig plant, jüdische Häftlinge ins Gas zu schicken). Oft kritisiert bei diesem Film ist, dass z.B. durchgehend keine Filmmusik ertönt, und dadurch zu wenig Emotionen in Anbetracht jener Grausamkeit hervorgerufen wird.
Aber wenn man Kotulla glaubt, und das tue ich in der Tat, soll der Film gar keine Emotionen auslösen, er soll lediglich dazu dienen, zu begreifen, wie ein normaler Mensch dazu kommt, hunderttausende von Menschen auf Befehl organisiert zu töten. Und dies gelingt Theodor Kotulla durchaus, so das der Film insgesamt genau das erreicht, was er erreichen möchte.
Langweilig wird der Film trotz überdurchschnittlicher Spielfilmlänge (139 min.) übrigens auch nicht, was ein weiterer Punkt ist, der für ihn spricht.
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