Begleitet von schwermütigen Serenaden von Corellis geliebter Mandoline, zeichnet der Film die ungewöhnliche Anziehungskraft zwischen dem Hauptmann und dem Mädchen nach, dessen alter Vater (John Hurt) das Schlimmste befürchtet. Ihre Liebe ist beklommen, aber die betörende Atmosphäre der Insel übt einen genauso verführerischen Reiz auf das Paar aus wie auf den Zuschauer, was dem letztendlichen Ausbruch der Gewalt -- sowie eines Erdbebens -- etwas erschreckend Traumatisches verleiht. Indem er Edelmut im Kriege sowie die unzähligen Definitionen der Liebe hervorhebt, verstärkt der Kriegskontext des Films dessen vortreffliche emotionale Tiefe. Wer Schwachpunkte sucht, wird sie finden, aber Corellis Mandoline bleibt ein sinnlicher, vielschichtiger Film, dem hartgesottene Romantiker kaum widerstehen werden können. --Jeff Shannon