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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Daniel Day-Lewis, Juliette Binoche

Kundenbewertung:(16 Bewertungen)
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Daniel Day-Lewis spielt Tomas, den vergnügten und unverantwortlichen tschechischen Liebhaber aus Milan Kunderas Bestseller. Die Geschichte spielt in Prag, kurz vor und während des russischen Einmarsches 1968. Lena Olin und Juliette Binoche verkörpern die beiden absolut gegensätzlichen Frauen, die seine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und die in gewisser Weise verschiedene Seiten seiner Werte und Persönlichkeit repräsentieren. Auf jeden Fall hat die Entscheidung von Tomas, mit der einen vor den russischen Panzern zu fliehen -- und dann zurückzukehren --, tiefgreifende Konsequenzen für sein Leben.

Unter der Regie von Philip Kaufman wird diese reiche, erotische und faszinierende Charakterstudie mit allegorischen Zwischentönen zu einem Prüfstein für den Filmfreund. Einige Schlüsselsequenzen -- wie die, in der Lena Olin einen Bowler trägt und sich sehr reizvoll bewegt -- bleiben im Gedächtnis, während Kaufmans sicheres Gespür für die Geschichte Garant für die überragende schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist. --Tom Keogh


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Enttäuscht! Viel zu langatmig bzw. nur für Insider

Wir sind unvoreingenommen und ohne "politischen Realismus" an dieses Film
herangegangen und haben uns dann doch ziemlich gelangweilt.
Vielleicht ist es tatsächlich nur etwas für Eingeweihte,
obwohl ich die 68er und den kalten Krieg noch aus eigener Erfahrung kenne.

Ab und zu springen Lena Olin und Juliette Binoche nackt durch die Wohnung
aber so richtig "erotisch" kommt das nicht rüber.
Die Geschichte des leichtlebigen Arzt-Schönlings mit Anfällen von Charakterstärke,
umringt von Kommunisten und/oder Antikommunisten und zahlreichen willigen Weibern,
die sich um ihn reißen, ist sehr langatmig erzählt und ließ uns das Ende ersehnen,
das dann aber dermaßen aufgesetzt und abrupt daherkommt,
dass man sich fragt, ob dem Autor an dieser Stelle die Ideen ausgingen,
wie er diese zähe Erzählung abschließen könnte.

Also - etwas enttäuscht. Ich werde mir den Film kein zweites Mal anschauen.


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Großes Kino voller Emotionen!!

Nicht nur der Roman ist einzigartig gut, auch dieser Film ist in meinen Augen ein äußerst gelungenes Gesamtkunstwerk. Durch das großartige Zusammenspiel der Darsteller und eine stimmungsvolle, stilistisch fein am Zeitgeist orientierte Kulisse wird es zu einem wahren emotionalen Vergnügen, voll und ganz in den Film einzutauchen.


Bezaubernd !

Eigentlich kommt der Film "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" nicht an das geniale Buch von Milan Kundera heran, zu subtil ist der Roman. Zu viel steht bei Kundera zwischen den Zeilen, die es ja im Kino eigentlich nicht gibt. Trotzdem ist dieser Film von Philip Kaufmann grossartig, was (neben der Regieführung und der Vorlage von Milan Kundera) in erster Linie ein Verdienst der beiden bezaubernden Hauptdarstellerinnen Juliette Binoche und Lena Olin ist.
Einziges (und für den Gesamteindruck des Films, unbedeutendes) Manko: die Figur des Tomas ist (vielleicht hatte ich einfach eine zu klare Vorstellung der Figuren) meiner Meinung nach mit Daniel Day-Lewis nicht so gut besetzt (wie die Figuren der Teresa und Sabina), der mir viel zu "schön" ist. Der Tomas von Milan Kundera (oder auch nur der Tomas meiner Vorstellung) ist ein anderer, einer der durch Charme und Männlichkeit gewinnt, nicht durch (vielleicht auch nur 80-iger Jahre) Schönheit.
Wie auch immer; ein grossartiger, bezaubernder, erotischer, romantischer, intelligenter Film, der in keiner (guten) DVD Sammlung fehlen sollte.



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Wahnsinns Besetzung ...

...was für ein Händchen hatte man hier beim Casting - Juliette Binoche und Daniel Day-Lewis sind so perfekt für ihre Rollen, das ist wirklich unglaublich. Lena Olin als die freie Liebe praktizierende Geliebte perfekt.
Eine Dreiecks-Geschichte vor dem Hintergrund des Prager Frühlings '68 - sehr gut wiedergegeben die Situation vor und nach dem Einfahren der Sowjetpanzer, die unerwartet brutale Niederschlagung der aufkommenden Bürgerwiderstände ... und anschließend die Konsequenzen als "Dissident", als international anerkannter Hirnchirurg Fenster putzen zu gehen....

Ein Muss für Kino-Liebhaber.


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Macht die Leichtigkeit des Seins einsam?

Romanvorlage für diesen Film ist Milan Kunderas Buch " Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins."
Seit ich diesen Roman gelesen habe ist zuviel Zeit ins Land gegangen, um mich detailliert an Einzelheiten erinnern und konkrete Vergleiche zum Film herstellen zu können. Von daher beziehe ich mich bei meiner Rezension nur auf das, was ich gesehen habe.
Die Spieldauer des Films von Philip Kaufmann beträgt 166 Minuten.
Die Handlungszeit ist der so genannte " Prager Frühling ", dessen jähes Ende und die düstren Monate danach.
Zwischen Januar und August 1968 gab es in der damaligen CSSR unter der Führung von A. Dubcek einen Liberalisierungs- und Demokratisierungsprozess. Durch die militärische Intervention der UdSSR und vier weiterer Staaten des Warschauer Paktes wurde dieser Prozess gewaltsam unterbunden. Man beklagte 94 Todesopfer. Diese wurden durch die Breschnew-Doktrin pseudo- legitimiert.
Das, was sich auf den Straßen zutrug, wird teilweise durch Originaleinblendungen dargestellt.

Worum geht es? Der in Prag lebende Hirn-Chirurg Thomas (Daniel Day-Lewis), ein sehr hagerer, leicht unterkühlter Mann, dessen erotische Ausstrahlung mir erst - wenn überhaupt - auf den dritten Blick auffiel, ist polygam veranlagt und lebt seine diesbezüglichen Neigungen voll aus.
Mit seiner hocherotische, bildschönen Geliebten Sabina (Lena Olin), einer Künstlerin, die ähnlich wie er viele Affären hat, scheint er eine besonders zufrieden stellende körperliche Beziehung zu haben. Die beiden sind spürbar immer wieder sexuell voneinander in den Bann geschlagen. Sie haben Spaß am Moment und gehen anschließend stets erneut ihrer Wege. Bürgerliche Bande streben sie offenbar nicht an. Die beiden genießen die Leichtigkeit des Seins, wenn man so will.
Auf dem Land lernt Thomas durch Zufall Teresa (Juliette Binoche), ein hübsches, leicht melancholisches, introvertiertes Mädchen kennen. Als die beiden auf einer Parkbank miteinander sprechen, liest Teresa gerade Tolstois Anna Karenina.
10 Tage später steht sie bei Thomas in Prag vor der Tür und zieht zunächst vorübergehend zu ihm in die Wohnung. Sie sucht einen Job in der Stadt. Zwischen den beiden entspinnt sich - wie könnte es anders sein - eine sexuelle Beziehung, die Thomas keineswegs veranlasst seinem polygames Liebesleben ein Ende zu setzen. Seine sexuellen Eskapaden haben nichts mit seinem Liebesleben zu tun.
Teresa leidet unter dieser Polygamie und versucht ihre Hauptwidersacherin Sabina mittels Fotoaufnahmen körperlich zu studieren. Es kommt zwischen den zwei Frauen sogar zu körperlichen Annährungen, die allerdings seitens Teresa keine lesbischen Komponenten beinhalten. Teresa kann nur dann erfüllenden Sex haben, wenn sie liebt. Thomas ist ihre große Liebe, den sie mit anderen Frauen nicht teilen möchte.
Nach dem Ende des Prager Frühlings emigrieren die Protagonisten nach Genf, aber Teresa kehrt alsbald nach Prag zurück, weil sie sich für ein neues Leben zu schwach fühlt. Thomas folgt ihr, da er die Leichtigkeit des Seins, die er eigentlich genießt, ohne seine Frau nicht ertragen kann.
Er scheint sich ohne ihrer Nähe einsam zu fühlen. Ob das ein Indiz für Liebe ist, möchte ich allerdings bezweifeln.
In Prag bekommt Thomas wegen eines Artikels, den er im Prager Frühling verfasste, Ärger und darf nicht mehr als Hirn-Chirurg tätig sein.
Seine amourösen Abenteuer sind nach wie vor Teil seines Lebensinhaltes.

Erst der Tod vereint Teresa und Thomas auf ewig miteinander, wobei nach meiner Ansicht Thomas bei Sabina besser aufgehoben gewesen wäre.


Beindruckende, aber auch gleichzeitig beklemmende Bilder von Prag aus lang zurückliegender Zeit. Sehr gute, sehr nachdenkliche Dialoge.

Empfehlenswert!



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reviews: page 1, 2, 3, 4



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