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  Es war einmal in Amerika (Langfassung) (2 DVDs) | Robert De Niro, James Woods
 
 
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Es war einmal in Amerika (Langfassung) (2 DVDs)
Robert De Niro, James Woods

Warner Home Video - DVD, 2003

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New York zur Zeit der Prohibition. Max James Woods, Noodles Robert De Niro und ihre Freunde verdienen sich bereits als Kinder mit Erpressungen und Schmuggeleien den einen oder anderen Dollar dazu. Jahre später, Noodles wird nach einer langen Haftstrafe für einen Mord aus dem Gefängnis entlassen, haben es die Freunde von damals unter Max zu einem skrupellosen Gangstersyndikat gebracht. Doch Ehrgeiz und Habgier zerstört die jahrzehntelange Freundschaft, und am Ende steht ein entsetzlicher Verrat... In wuchtigen und ungewöhnlich ergreifenden Bildern erzählt Sergio Leones Chronik vom amerikanischen Traum, von Gier und Macht.


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Das ist der Unterschied zu sogenannten "Blockbustern"...

Ruhige Erzählweise (220 Minuten !) mit "Standbildern", KEINE Verfolgungsjagden mit fliegenden Polizeiautos, KEINE Spezial-Explosionen, KEINE Genitalien in Großaufnahme, KEINE abstrusen, pervertierten Tötungen, verschachtelter Handlungsstrang mit vielen Rückblenden = relativ anstrengend...

...und TROTZDEM ;-) (oder gerade deswegen ?) fesselnd und nachwirkend:

Gleich in den ersten Minuten verschlug es mir (hatte die 1. DVD zum Abendbrot eingelegt) unerwartet den Appetit: Schon die ersten Toten. Zwar relativ "konventionell" (wenn man bedenkt, daß sich die Leichen in Blockbustern nicht selten geradezu stapeln...), aber nach meinem Empfinden reichlich brutal und "nah". Eine Eigenschaft übrigens, die sich bei diesem Film bei "passenden" Gelegenheiten (und davon gibt es immer wieder einige) wiederholt. = Jugendfreigabe wirklich angeraten !

Dazwischen viel Zeit für Emotionen anderer Art: (Nicht erfüllte) Liebe, Freundschaft, Brüderlichkeit - zunehmend gemischt mit Gier, Mißtrauen und dem Streben nach Macht und Geld.

= "Kompromisse", Eskalation, (Selbst-)Entfremdung, und "nebenbei" und zunächst unbeachtet voranschreitender Alterungsprozeß...

Das ganze zu Zeiten der Prohibition, also in den 20ern Jahren in Amerika, mit den entsprechenden Straßenbildern.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen wirkt dieser Zeitsprung allerdings nie "altbacken". Im Grunde ist die eigentliche Story (um Freundschaft und Verrat) zeitlos und keineswegs nur auf das Gangstermilieu begrenzt:

Schauen Sie sich nach dem Film mal Ihr eigenes Umfeld genauer an und entsinnen Sie sich Ihrer einstigen Träume, Ihrer Clique und schauen Sie, was daraus (warum ?) geworden ist... ;-)


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Die Geschichte eines Landes, einer Freundschaft: Gewalt, Betrug, Verrat

Würde mir jemand eine Pistole auf die Brust setzen und sagen: Nenne mir den besten Film aller Zeiten, ich würde mich für Sergio Leones unvergängliches Meisterwerk "Es war einmal in Amerika" (1984) entscheiden. In knapp vier Stunden entfaltet der Film auf drei Zeitebenen die Geschichte eines Landes, die exemplarisch an der Geschichte zweier Freunde dargestellt wird: Max (James Woods) und Noodles (Robert DeNiro).

Die ersten 25 Minuten von "Es war einmal in Amerika" gehören zu den besten Anfangssequenzen der Filmgeschichte. Wir befinden uns Ende der sechziger Jahre in den USA und begleiten einen alten und desillusionierten Robert DeNiro, der nach langer Zeit an einen alten ihm bekannten Ort zurückzukehren scheint und von Erinnerungen überwältigt wird. Er sucht einen alten Freund auf, mit dem er sich über eine Geschichte aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit unterhält, die langsam zum Thema des Films hinführt. Kurz vorher hat er aus einem Schließfach einen Koffer abgeholt, der offenbar nicht das enthielt, was er erwartet hatte, und das gemeinsame Grab dreier Personen besucht. Zu diesem Zeitpunkt brennt der Zuschauer bereits darauf zu erfahren, was sich hinter diesen ganzen Anspielungen für eine Geschichte verbirgt. Es folgt ein brillanter Übergang, der uns in das New York am Beginn der zwanziger Jahre führt und uns den Beginn der Freundschaft zwischen Max und Noodles erzählt.

Zu Beginn der zwanziger Jahre steigen die Teenager Max, Noodles, Patrick (Brian Bloom) und Philip (Adrian Curran) in den Alkoholschmuggel ein und verdienen damit gutes Geld. Das Quartett wird auseinandergerissen, als Noodles wegen Mordes an einem Kleinkriminellen sowie Körperverletzung eines Polizisten zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wird. 1932 wird er entlassen. Seine Freunde haben sich im Verlauf der Prohibition eine goldene Nase verdient und Noodles wird schnell wieder ins Geschäft eingeführt. Max will expandieren und das Quartett geht dabei mit äußerster Brutalität vor. Schon bald besitzen die Verbindungen in höchste politische Kreise. Nach dem Ende der Prohibition will Max sich einen Traum erfüllen: Er will die Federal Reserve Bank überfallen, ein Selbstmordkommando. Seine Freundin Carol (Elizabeth McGovern) fleht Noodles an, diesen Irrsinn zu verhindern. Schweren Herzens entschließt sich Noodles, der Polizei einen Tipp zu geben, damit Max bei einer kleineren Schmuggelaktion geschnappt wird und somit seinen Plan nicht in die Tat umsetzen kann. Doch der Abend endet mit drei Leichen auf der Straße und Noodles muss nun mit der Schuld leben, für den Tod seiner Freunde verantwortlich zu sein. Doch der finale Twist wartet auf Noodles im Jahr 1968, ein Twist, der ein unfassbares Netz aus Schuld, Verrat, Lug und Betrug offenbart.

"Es war einmal in Amerika" ist der brillante Abschluss von Sergio Leones Amerika-Trilogie, die mit Spiel mir das Lied vom Tod (Einzel-DVD) (1968) und Todesmelodie (Gold Edition) (1971) ihren Ausgang nahm. In seiner Trilogie dekonstruiert Leone des Mythos des Amerikanischen Traumes, indem er verdeutlicht, dass das Land auf nackter Gewalt, Verrat und Betrug aufgebaut ist. Alle Filme wurden von Ennio Morricone mit einer brillanten Musik ausgestattet, die mittlerweile ikonischen Status erreicht hat. Die Filmmusik untermalt nicht nur die Handlung, sie trägt maßgeblich zur Entwicklung des Plots mit bei. Was bleibt ist ein einzigartiges Meisterwerk der Filmgeschichte, welches einen Mythos in seine Einzelteile zerlegt.



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