Melanie Griffiths Ehemann Antonio Banderas hat eine durchaus respektable Leistung abgeliefert, indem er sie als Regisseur in seinem Debut anleitete: sie liefert durch ihre packende, amüsante und warmherzige Darstellung die beste Vorstellung seit Gefährliche Freundin ab. (Zudem sieht sie einfach umwerfend aus). Abgesehen davon stellt der Film ein Konglomerat aus verschiedenen Genres dar: eine leicht altmodisch wirkende, surreale Komödie mit dem Touch einer Geistergeschichte aus dem amerikanischen Süden, kombiniert mit einer todernsten Parabel über den Bürgerkrieg.
Zu Beginn des Films, im Sommer des Jahres 1965, hat Lucille (Griffith) gerade ihren gewalttätigen Ehemann umgebracht und verlässt die Stadt in Richtung Hollywood -- mit seinem Kopf in einem Tupperware-Behälter. Szenen aus ihrer durchgeknallten Reise wechseln sich ab mit Vorfällen in Alabama, wo sich protestierende Schwarze Auseinandersetzungen mit mörderisch intoleranten Weißen liefern. Man kann sich nicht vorstellen, wie diese anscheinend unvereinbaren Erzählstränge zueinander finden sollen, aber es klappt auf erstaunlich effektive Art und Weise. Die Moral von beiden Geschichten zeigt sich am Ende: "Du kannst die Freiheit begraben, aber töten kannst Du sie nicht."
Außergewöhnliche Vorstellungen von Robert Wagner als Lucilles Agent in Hollywood, Rod Steiger als schrulliger Südstaaten-Richter, Meat Loaf als brutaler und bigotter Südstaaten-Sheriff und Lucas Black (Sling Blade -- Auf Messers Schneide) als Lucilles junger, prinzipientreuer Neffe, geben dem Film zusätzliche Kraft. --Laura Mirsky
Auf der einen Seite ist die Stoty ziemlich skurill (Lucille macht sich mit dem von ihr abgeschnittenen Kopf ihres Mannes auf den Weg nach Hollywood um Schauspielerin zu werden), auf der anderen Seite bezieht sich der Film auch auf die Auseinandersetzungen zwischen den Schwarzen und Weißen in den 60er Jahren.
"Verrückt In Alabama" ist ein Film, der mich sehr fasziniert und gefesselt hat, besonders durch die vielen und sehr unterschiedlichen Charaktere. Ohne wenn und aber: Es lohnt sich diesen Film zu kaufen!