Kolya | Zdenek Sverák, Andrej Chalimon
DVD Filme:
kolya
Kolya
Zdenek Sverák
,
Andrej Chalimon
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Kauftipp
Kein Bund fürs Leben.
Tschechien, ende vergangenes Jahrhundert, die russischen Besatzer sind noch im Land und rasseln mit ihren Säbeln. Den in die Jahre gekommenen Cellisten Louda kostete eine unbesonne Bemerkung den Arbeitsplatz in der Staatlichen Philharmonie. Er schlägt sich mit Musikunterricht durch und liebt die Frauen. So ist er des Geldes wegen auch nicht abgeneigt, mit einer jungen russischen Frau eine Scheinehe einzugehen. Diese setzt sich weiter nach Westen ab und bei Louda taucht nach einigen Umwegen deren fünfjähriger Sohn
Kolya
auf.
Louda fühlt sich mit Kolya, der nur russisch spricht, überfordert und sucht nach Auswegen. Louda's alte Mutter, die die russischen Besatzer noch wenig leiden kann, als er selbst durchschaut den Schwindel schnell. Nach einigen weiteren fehlgeschlagenen Versuchen, beugt sich Louda seinem Schicksal und kommt ganz gut mit Kolya zurande. Bis das Jugendamt auftaucht und Louda in das Räderwerk der Ermittler wegen seiner Scheinehe gerät.
Die Geschichte wird mit pittoresken Bilder und feinen Dialogen erzählt. Besonders die Bildersprache wirkt und steht für sich allein. Die zahlreichen Begebenheiten werden mit viel Sinn fürs Detail und mit plastischen Charakteren ausgefüllt. Die Schauspieler leisten ausgezeichnete Arbeit.
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Oscarprämierter Film - absolut sehenswert
Als Erstes muss ich sagen, dass ich kein tschechisch kann. Somit kann ich keinen Vergleich mit der Original-Version ziehen. Trotzdem finde ich diesen Film super, er verbindet eine Leichtigkeit mit einer Melancholie, die aber nie zu schwermütig ist. Er bringt einem zum Lachen, aber auch zum Weinen. Und die beiden Protagonisten wachsen einem ans Herz. Anfangs erlebt man den Cellisten Louka als einen Lebenskünstler, der jeder Verantwortung aus dem Weg geht und sich irgendwie durch alle Widrigkeiten durchschlägt. Bis der kleine
Kolya
in sein Leben tritt. Erst tut er sich noch schwer mit ihm, doch nach und nach erobert der Kleine das Herz des reservierten Cellisten. Er lernt, Verantwortung zu übernehmen und zu lieben. Ein leiser Film, der tief berührt. Einer meiner Lieblingsfilme!
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Blechtrommel auf tschechisch
Nachdem ich den aktuellen Film "Leergut" von dem tschechischen Vater-Sohn-Paar Jan (Regie) und Zdenek (Buch und Hauptrolle) Sverak gesehen hatte, wollte ich natürlich auch ihr preisgekröntes Werk "
Kolya
" sehen.
Der Film folgt Louka, einem altersgeilen Cellisten, der sich als Gedenksteinvergolder und Musiker im Kirchenorchester verdingt. Um sich seiner Geldprobleme zu entledigen, lässt er sich auf eine Scheinehe mit einer jungen Russin ein. Als diese nach Westdeutschland verschwunden und deren Mutter einem Schlaganfall erlegen ist, bleibt niemand mehr, der sich um Söhnchen Kolya (Andrej Chalimon) kümmern könnte - außer Louka. Dieser tut zunächst alles, um den Kleinen loszuwerden, doch Kolyas bübisch-melancholischer Charme erweckt in dem alten Junggesellen das ungekannte Vaterherz.
Zwischen der aufkeimenden Revolution des Prags von 1988 fängt der Film viele rührige Momente ein. Die Kamera zeigt dabei sehr originelle Seiten-Perspektiven, so dass man als Zuschauer das Gefühl hat, neben Kolya und Louka herzugehen. Der Plot hat ein paar kleine Löcher und die Geschichte ist eher gehobenes Mittelmaß. Der Film lebt lebt zu einem guten Teil von der herausragenden Leistung des kleinen Andrej Chalimov, der mich mit seiner Minigeige an David Bennent in Schlöndorffs Verfilmung der Blechtrommmel erinnert hat.
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DVD gekuerzt
Ich muss meinem Vorgaenger wiedersprechen, denn ich habe auf meiner DVD eine Szene vermisst. Als der Film im Fernsehen lief, gab es anfangs eine Szene, in der Louka auf dem Friedhof seinen Freunden von seiner US-Tournee mit der Philharmonie erzaelt. Diese Szene ist auf der DVD nicht enthalten. 5 Sterne vergebe ich trotzdem, da ich mich selten ein Film so beruehrt hat. Hut ab vor dem kleinen
Kolya
-Darsteller Andrej Chalimon, der wirklich wunderbar spielt.
Eine gekürzte Fassung wäre hier schön
Normalerweise geht dem DVD-Kunden ja die Hutschnur hoch, wenn ein Film gekürzt ist. "
Kolya
" ist ungekürzt. Schade. Denn ich finde, aus der ersten Filmhälfte hätte man die eine oder andere Szene entfernen können, um die Handlung zu beschleunigen. Bis Titelheld Klein-Kolya ins Geschehen eingeführt wird, vergeht mir etwas zuviel Zeit. Aber die meisten Kunden dieser DVD werden sicher zu den geduldigeren Cineasten zählen - daher entschied man sich, den Film ungekürzt herauszubringen.
Ich überspringe mit der Skip-Taste einfach den schleppenden Anfang und dringe gleich ins eigentliche Thema vor: alternder Junggeselle kriegt Kleinkind aufs Auge gedrückt und schließt ihn nach und nach ins Herz. Nun ja, sooo originell ist das nicht, aber schön schon. Vor allem der Nachspann ist dank des religiösen Gesangs darin ein Fest fürs Ohr. Den Nachspann hätte man ruhig länger machen können, und den Film dafür am Anfang etwas kürzer. Aber man kann es sich nicht aussuchen...
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