Vor Beginn der sechsten Staffel schlug es wie eine Bombe ein: es wurde angekündigt, dass es sich dabei um die letzte Staffel handeln sollte. Die Fans, die sich gerade von der belanglosen fünften Staffel erholten (schließlich wurde ja fast die halbe Besetzung schwanger), standen völlig neben sich. Aber es sollte eine lange Staffel werden, denn diese zwölf Episoden bereiteten den Grund für die finalen acht Folgen, die anschließend ausgestrahlt wurden. Dieses Dutzend Episoden sind ein Beispiel für das Erwachsenwerden der Serie: es gibt keine schlechte Folge, wobei alte Flammen wie Mr. Big (Chris Noth) und Steve (David Eigenberg) bei ihren Auftritten einen tieferen Eindruck hinterlassen. Und dennoch ist die Serie immer noch sehr lustig. Berger ist wirklich der humorvollste von Carries Beaus (seine Einführung bei Prada ist ein echter Klassiker), Jarrods ernsthafte Absichten gegenüber Samantha verursachen bei ihr die unmöglichsten Verwirrungen und Charlottes Absicht, dem Judentum beizutreten, passt hervorragend zu ihrer Rolle. Die Anschlussepisode ist "Das Recht auf Schuhe?, in der Carrie bei einer Party ihre teuren und geliebten Manolo Blahniks verliert. Die komödiantischen Aspekte vermischen sich mit ernsthaften Überlegungen, wie die Gesellschaft Singles, Paare und Eltern betrachtet (und die beiden letzteren mit Geschenken versieht). Carries Art, wie sie ihr Singleleben feiert, stellt ein weiteres Juwel in dieser bemerkenswerten Serie dar. Doug Thomas