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  Urteil von Nürnberg | Spencer Tracy, Burt Lancaster
 
 
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Urteil von Nürnberg
Spencer Tracy, Burt Lancaster

MGM Home Entertainment GmbH (dt.), 2005

Kundenbewertung:(10 Bewertungen)
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In einem der letzten Nürnberger Prozesse soll der amerikanische Richter Haywood Spencer Tracy über vier ranghohe Nazi-Juristen urteilen. Drei von ihnen erklären sich für unschuldig. Der vierte, Ernst Janning Burt Lancaster, schweigt. Sein Anwalt Maximilian Schell weckt Zweifel an der Schuld von Janning, der offenbar kein überzeugter Nazi war. Die Gene ralswitwe Bertold Marlene Dietrich versucht, Haywood das Leben im 3. Reich verständlich zu machen. Obendrein wächst der politische Druck auf den Richter, milde Urteile zu fällen. Denn inzwischen werden die Deutschen als Verbündete im Kalten Krieg gebraucht. Kann Haywood überhaupt noch ein gerechtes Urteil fällen? Da bricht Janning endlich sein Schweigen, der Prozess erreicht seinen Höhepunkt.


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Was Deutschland einmal war...

..wird in diesem Film so eindringlich deutlich, daß es fast schmerzt.
Und das in einer Intensität die ihresgleichen sucht. Wie einer der Vorredner
schon bemerkte, ist Maximilian Schell als Verteidiger des Nazi Justizministers grandios. Aber noch beklemmender die Szene in der Montgomery Clift als einfacher Bäckergeselle das Foto seiner Mutter aus der Tasche zieht und in den Gerichtssaal ruft "Sehen Sie sie sich an ! Das ist ist meine Mutter !" Spätestens hier hört die Diskussion auf, ob das was Deutschland
einmal war, je vergessen werden kann. Leider kann man nur 5 Sterne geben,
es müssten viele, viele mehr sein.


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I-like-it: Geschichtsunterricht mit Gänsehaut

Ein Schwarz-Weiß-Film der Extraklasse. Die Umsetzung des Theaterstücks von Abby Mann erscheint mir im Film sehr gut gelungen. Teilweise sind Bilder aus dem zerbombten Nürnberg zu sehen: das weiß ja heute bald niemand mehr, wie es damals aussah. Bei den Schauspielern agieren hauptsächlich Stars ihrer Zeit - von Spencer Tracy über Burt Lancaster zu Marlene Dietrich.
Wer den Film mal mit dem Theaterstück vergleichen möchte, kann dies zur Zeit im Nürnberger Schauspielhaus (seit kurzem Staatstheater) tun. Auch hier keine Längen, trotz 2h 50 min Dauer - und kein Mucks im Zuschauerraum. Film und Theaterstück sind echte Geschichtsstunden. Für jeden, der sich auch nur ein bisschen für diese Zeit interessiert, sehr empfehlenswert.


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bewegendes Gerichtsdrama

Der amerikanische Richter Dan Haywood (Spencer Tracy) kommt 1948 nach Deutschland, um in den Nürnberger Prozessen vier deutsche Juristen abzuurteilen, die für die Verbrechen des Nazi-Regimes mitverantwortlich gemacht werden. Prominentester Vertreter ist Dr. Ernst Janning (Burt Lancaster), der beharrlich zu den Vorwürfen schweigt. Der charismatische Verteidiger Rolfe (Maximilian Schell) leugnet die Verbrechen nicht, doch argumentiert er, daß die Richter im Rahmen geltenden Rechts gehandelt haben. Bilder und Berichte von Zwangssterilisationen und Massenmord lassen das Grauen lebendig werden. Doch Richter Haywood sieht sich im aufziehenden Kalten Krieg starkem politischen Druck ausgesetzt, Milde walten zu lassen, um das deutsche Volk zu versöhnen. Es stellt sich die Frage, der auch die Angeklagten ausgesetzt waren, ob ein Richter nur seinem Gewissen unterworfen ist oder sich als Teil des herrschenden Systems versteht...
Amerikanische Filme über deutsche Geschichte des Zweiten Weltkriegs sind mitunter durch gewisse politische Einseitigkeit gekennzeichnet. Nicht so ?Das Urteil von Nürnberg". Das mit großem Staraufgebot gedrehte Werk von Regisseur Stanley Kramer beleuchtet eindrucksvoll das Deutschland 3 Jahre nach Ende des Krieges. Es werden Lebensgeschichten von Tätern des Dritten Reichs ebenso erzählt wie das deren Opfer. Es wird dokumentiert, wie es möglich war, daß einst redliche Menschen selbst zu Tätern wurden. Ganz generell stellt sich die Frage nach persönlicher Verantwortung für Verbrechen des Regimes. Spencer Tracy spielt überzeugend den ruhigen alternden Richter, der großes Gerechtigkeitsempfinden besitzt und frei von Vergeltungssucht nach der Wahrheit sucht. In weiteren Rollen sind Marlene Dietrich, Richard Widmark, Judy Garland und der junge William Shatner zu sehen.
Der Film ist ein Abbild der Zeit, die Wahrheit über deutsche Schuld wird ebenso aufgezeigt wie die politischen Interessen Amerikas und auch die Verantwortung der Welt am Aufstieg Hitlers. Ein überzeugendes Drama, nicht umsonst nominiert für 11 Oscars.


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Wichtiger Klassiker ohne Verfallsdatum

Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war, bevor ich den Film das erste mal gesehen habe. Eine (hier mit fiktiven Personen, aber das tut nichts zur Sache) Aufarbeitung der Nürnberger Prozesse in einem amerikanischen Film. Und auch noch aus dem Jahre 1961. Ich fürchtete einen einseitigen (Deutsch=schlecht, Ami=gut) Gerichtsfilm. Vor allem wegen der unglaublich prominenten Besetzung habe ich mir den Film doch gekauft.

Das Ergebnis hat mich sprachlos gemacht. Entgegen meiner Befürchtung handelt es sich nicht über einen Siegerjustiz-Film, sondern um ein ergreifendes, unvergessliches Werk das zeigt, wohin totalitäre Systeme führen können. Und wie viele Menschen sich von einem solchen vereinnahmen lassen, oder zumindest wegsehen. Einige Szenen (z.B. die Aussage eines Opfers, gespielt von Montgomery Clift) rühren wirklich zu Tränen.

Zu den Schauspielern:

Der Richter ist mit dem symphatischen Spencer Tracey perfekt besetzt. Tracey konnte ja vor allem in den letzten Jahren seines Lebens in ähnlichen Rollen begeistern.

Maximilian Schell erspielte sich als junger deutscher Verteidiger einen Hauptdarstelleroscar. Er hat die Auszeichnung für seine intensive Darstellung auch mehr als verdient.

In weiteren Rollen sind u. a. Burt Lancaster, Richard Widmark, Marlene Dietrich, Judy Garland, Werner Klemperer (Oberst Klink aus "Hogan's Heroes") und William "Kirk" Shatner zu bewundern.

Unter den zahlreichen filmischen Aufarbeitungen der NS-Zeit gehört dieser Gerichtsfilmklassiker zu den besten.


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"Sind wir schon wieder soweit..?!"

Ein sehr überzeugender Film über die Verbrechen des 3. Reichs, besonders die der "Schreibtischtäter" und die Schwierigkeiten sie zu ahnden. Für mich der Gerichtsfilm schlechthin. Spencer Tracy in einer seiner besten Rollen gibt den Richter der einfach bloß seinem Gewissen, moralischen Empfinden und gesunden Menschenverstand folgt - und sich dabei in den Umhang des etwas hinterwäldlerischen Provinzrichters wirft um den ständigen Beeinflussungsversuchen aller Seiten auszuweichen. Dennoch, oder auch gerade deswegen, fällt es ihm schwer den Rechtsprofessor Jannings zu verurteilen: Den sympathischen, begabten, eigentlich Anständigen, der unter seinen eigenen Gewissensbissen eigentlich schon genug leidet.
"Sind wir schon wieder soweit..?!" mit diesen Worten wendet er sich entsetzt an seinen Verteidiger - und dem Zuschauer bleibt fast das Herz stehen - als dieser versucht einer Zeugin noch ein zweites Mal vor Gericht ihre Menschenwürde zu nehmen (hier hätte ein wirklicher Richter sicher eingehakt - aber diabolisch gut: Max Schell als Anwalt)
Ein guter Film über die Grenzen dessen was menschliches Recht vermag - auch dessen politische Rahmenbedingungen (die eher nebensächlich gestreift werden) - dass Schuld immer eine individuelle Angelegenheit ist - im Einzelfall abzuwägen - dass es keine "Kollektivschuld" geben kann...
Unnachahmlich Marlene Dietrich - die vor den Nazis emigrierte und dafür von den Deutschen gehasst wurde - hier gibt sie die germanische Offizierswitwe die "von nichts gewusst" haben will - so überzeugend dass man ihr einfach glauben muss - wenn sie nicht versuchte trotzdem ihre Fäden zu spinnen..
Und da die Frage des Rechtsprofessors an seinen Verteidiger wohl als Mahnung und Warnung noch für einige Zeit aktuell bleiben wird - nicht bloß für uns Deutsche - bleibt es vermutlich auch dieser Film...


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