Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (NTSC) | Brigitte Fassbaender, Edita Gruberova
DVD Filme:
humperdinck, engelbe...
Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (NTSC)
Brigitte Fassbaender
,
Edita Gruberova
Universal/Music/DVD, 2005
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HÄNSEL &
GRETEL
GA
Einfach bezaubernd
Hier kann man nur sagen, wer diese Oper seinen Kindern (und sich selbst) schenken will, der soll sie kaufen. Edita Groberova als
Gretel
und Brigitte Fassbaender als
Hänsel
sind wunderbar, die Gruberova sieht wie ein junges Mädchen aus und ihr Bruder Hänsel die Fassbaender ist ein Lausbub. Berührend das Abendsegen - Gebet mit den herabsteigenden Engeln. Großartig Hilde Dernesch als Mutter, Sena Jurinac als Hexe und Hermann Prey als Vater / Besenbinder, auch das Sandmännchen singt bezaubernd, diese Oper freut einem immer, nicht nur wie in Wien oft gespielt wird zur Weihnachtszeit. Sir Georg Solti dirigiert die Wiener Philharmoniker und das ist auch schon Klasse an sich, nochmals die ganze Oper ist bezaubernd und die Inszenierung richtig - was heute ja nicht unbedingt sein muss.
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erinnerungen werden wach ...
... wenn ich zurück denke. ich habe eines der befreiten verwunschenen kinder gespielt. gedreht wurde in den legendären wien film studios in wien sievering (heute stehen dort wohnbauten).
august everding war zu uns kindern sehr nett und korrekt (auch wenn wir in der riesigen halle fangen gespielt haben) er hat uns kurz erklärt was wir tun sollen, dann haben wir zwei mal geprobt und dann wurde gedreht. fr. gruberova war ein bisserl eingebildet aber alle anderen waren sehr nett, vor allem hr. prey.
heute spiele ich das meiner kleinen tochter vor und finde es nach wie vor gelungen, um kleinen kindern mit ein bisschen liebe und nachdruck die opernwelt zu erklären. wer diese dvd für kinder kauft sollte erklären und bitte bei der hexenszene anwesend sein (ich fürchte mich heute noch!) aber sonst ein absoluter kauftipp!
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traumhaft!
Ein schöner Film! Es gibt/gab zu der Zeit viele verfilmte Opern, das hier ist eine davon. Man merkt dem Film sein Alter auch an, das ist jedoch vollkommen positiv gemeint. Wie soll ich anfangen? Brigitte Fassbaender spielt hier den
Hänsel
, eine tolle Leistung von ihr, denn sie tappt nicht in die Falle es zu übertreiben und die Figur zu kindisch darzustellen. Das einzige, was mich ein wenig stört ist, dass Brigitte Fassbaender sehr schön ausgesehen hat (sorry!) und man deswegen oft Schwierigkeiten hat, ihr optisch den kleinen Jungen, trotz aufgemalter Sommersprossen, der Perücke und der Verkleidung, abzunehmen. Daran hat man sich aber schnell gewöhnt. Auch an Edita Gruberova musste ich mich (rein optisch) gewöhnen, doch auch sie spielt die Rolle sehr gut und glaubwürdig. Hermann Prey spielt den Vater, und wie er das macht! Mit seinem Bart und der zerzausten Frisur, mit seiner lumpigen Kleidung IST er schon fast der Vater. Die schwierige Stelle, der Mutter zu erklären, dass eine Hexe im Wald wohnt und zu schildern, was diese mit kleinen Kindern macht, meistert er, unterstützt durch die tolle Regie August Everdings, bravourös; vor dem Fernseher noch habe ich eine Gänsehaut bekommen, so gruselig und plastisch wird das gespielt. Der einzige Wermutstropfen ist Helga Dernesch als Mutter, die leider oft Probleme hat, Lippensynchron zu singen, und darstellerisch auch nicht viel rüberbringt. Doch sei es drum, Sena Jurinac als Hexe ist göttlich!! Hier stimmt einfach alles, angefangen vom monströsen Make-up, bis zum Schauspiel. Die Hexe hat ja nicht nur eine böse Hexe zu sein, sondern zuerst auch eine gestellt feundliche alte Frau, beide Rollen nimmt man ihr ab. Auch sieht man ihr, wenn sie die freundliche Alte spielt, ihr späteres Aussehen überhaupt nicht an, erst in einer grausigen Verwandlungsszene kommt ihr wahres Aussehen zutage. Auch loben möchte ich die Kostüme und die Kulissen. Alles versprüht hier spätromantisches Flair, es gibt keinerlei Versuche, durch moderne Sachen alles interessanter zu machen, wie man das leider oft auf den Opernbühnen sieht. Lediglich das Fischnetz, mit der die Hexe zu Beginn Hänsel fängt, halte ich für unnötig, doch das ist alles. Der Wald sieht aus, wie man ihn sich vorstellt, das Hexenhaus besteht aus Lebkuchen, und nicht aus Butterkeksen oder ähnlichen Unfug. Besonders schön ist die Traumpantomime mit den 14 Engeln, keine Intention, lustig zu sein, sondern einfach nur schöne Bilder zur Musik. Lassen Sie sich überraschen!
Doch einen riesigen Nachtteil hat der Film. Selten, aber doch, wird ein Kinderpublikum gezeigt, das dumm dreinschauend in einer Oper sitzt, welches mich überhaupt nicht interessiert, auch wenn man das im schönen, mehrsprachigen und informativen Booklet zu erklären versucht. Besonders in der Pantomime hat mich das (zugegeben kurze) Kinderzeigen gestört. Da muss ich einem Rezensenten auf der amerikanischen Amazon-Seite recht geben, wenn er sagt, dass das Umschwenken auf die Kinder so ist, als würde man mit einem Eimer Wasser aus einem schönen Traum gerissen werden. Noch dazu, wo
Humperdinck
s Oper keine Kinderoper ist, ebenso wenig wie die Originalmärchen der Gebrüder Grimm für Kinder geschrieben wurden. Dafür ist die Musik viel zu kompliziert mit ihren Kontrapunktischen Finessen und den Einflüssen von von Weber und Wagner. Viele Kinder langweiligen sich eher in der Oper, so, wie sie das auch bei diesem Film tun werden, wenn permanent gesungen wird, und dann haben kleinere Kinder auch noch Angst vor der Hexe. Und zu einer Frau als Hänsel haben viele auch nicht wirklich einen Zugang, da kann man erklären was man will. Im Grunde genommen ist die ganze Thematik von Hänsel und
Gretel
nicht für Kinder geeignet, die sie auch nur von meist gekürzten, verharmlosten Versionen kennen, und deswegen als Kindermärchen abgetan wird. Nun noch ein Wort zu Technik: Das Bild ist nicht sonderlich scharf, weist leichte Nachzieheffekte auf. Für mich wirken solche Alterserscheinungen recht charmant, in diesem Film aber nur, aus den frühen 80ern. Wie gesagt, man sieht ihm sein Alter an. Aber keine Angst, man hat dennoch Spaß am Film. Umso mehr überzeugt hat mich der Ton, der sogar in DTS vorliegt und sehr gut gemastert wurde. Man hört sehr gut die Instrumente heraus, mehr sage ich nicht dazu, sonst müsste ich eine eigene Rezension wie bei einer CD schreiben, was zuviel wäre. Als Extras gibt es lediglich Trailer zu anderen UNITEL-Produktionen, die ziemlich lange dauern. Vielleicht stört das Fehlen von Extras jemanden, mich stört das nicht, ich sehe ihn lieber so wie er ist. Zumal ja im Booklet schon ein haufen Informationen zu finden sind. Kurzum, lassen Sie sich von den Kindern nicht den Spaß verderben, kaufen Sie sich diesen Film, wenn Sie die Oper mögen.
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