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  Nirgendwo in Afrika (Einzel-DVD) | Juliane Köhler, Merab Ninidze
 
 
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Nirgendwo in Afrika (Einzel-DVD)
Juliane Köhler, Merab Ninidze

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Leben am Rande der Zivilisation.

Der jüdische Rechtsanwalt Walter Redlich lebt auf einer verlassenen Farm in Afrika. Seine Frau Jettel und seine Tochter Regina kommen einige Zeit später nach. Es ist 1938 und Walter hat gerade noch rechtzeitig erkannt, wie gefährlich Deutschland für Juden geworden ist.

Aber er ist kein Farmer und auch kein Jäger. Das Vieh verdurstet, gegrabene Brunnen bleiben trocken und auch sonst kommt er auf keinen grünen Zweig. Jettel leidet unter fehlender Zivilisation, mangelnder Hygiene und der ständigen Angst vor Malaria. Nachdem Walter zwischenzeitlich von den Engländern interniert war, bietet sich für ihn die Möglichkeit auf deren Seite gegen Deutschland zu kämpfen. Jettel und Regina leben inzwischen auf einer anderen Farm, aber auch nicht besser.

Regina kommt auf ein Internat und lernt fleißig. Nach dem Krieg will Walter zurück nach Deutschland und eine Stelle als Richter annehmen. Jettel und Regina leben inzwischen gerne in Afrika. Ein Tauziehen beginnt. Eine Heuschreckenplage zeigt wie leicht eine gute Ernte zunichte werden kann, in diesem Land.

Der Film bleibt nah am Buch und berichtet auch von den zahlreichen Konflikten in einer Ehe und der Sorge um eine richtige Ausbildung für die gemeinsame Tochter. Das entbehrungsreiche Leben bietet aber auch seine Vorteile, die Jettel erst mit den Jahren zu schätzen lernt.



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Toller Afrika-Film mit eindrucksvollen Bildern

Die jüdische Familie Redlich flieht kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs aus Deutschland, wo der Familienvater, Walter Redlich, als Anwalt gearbeitet hat, bis ihm diese Tätigkeit von den Nazis untersagt wurde. Zusammen mit seiner aus gutem Haus stammenden Ehefrau Jettel und ihrer gemeinsamen Tochter Regina gelangen die drei Flüchtlinge nach Afrika, wo sie ein neues Leben zu beginnen versuchen.
Während sich die Tochter immer heimischer fühlt, kommt Jettel anfangs überhaupt nicht mit dem neuen Leben zurecht. Als Walter Redlich von den Engländern eingezogen wird, ist Jettel sich selbst überlassen: Sie lernt mit den afrikanischen Lebensweisen umzugehen und diese zu tolerieren.
Als der Krieg endet und Walter wieder auf die Farm zurückkommt, bekommt er eine Nachricht aus Deutschland: Er soll für den Wiederaufbau als Richter arbeiten. Er, der in einer Identitätskrise steckt, will das Angebot annehmen. Aber Jettel und Regina müssen sich entscheiden, ob sie zurück nach Deutschland wollen, wo viele Verwandte von den Nazis umgebracht wurden, oder ob sie nicht viel lieber auf der inzwischen vertrauten Farm bleiben möchten.
Schauspielerich können alle Akteure in diesem Film überzeugen: Eine Familie, die fliehen muss, und die vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. Eindrucksvolle Bilder des schönen Afrikas krönen das Glanzwerk über ein Stück deutsch-afrikanischer Geschichte.


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Gutes Fernsehfilmniveau!

Also, warum der Film einen Oscar bekommen hat, bleibt mir schleierhaft. Es hat wohl mit der zugegebenermaßen grandiosen Naturkullise zu tun - die handwerklich hochwertig, wenn auch nicht in irgendeiner Weise einfallsreich fotografiert ist -, mit dem Thema der deutschen Vergangenheit (zu dem die Amerikaner Verhältnis der Art anregender Gruseligkeit haben) und damit, dass der Film von allen hat: Politik und große Dinge, Natur, niedliche Kinder, schöne Landschaft, Liebe, Intrige....

Da sind wir aber schon dabei, dass der Film aus meiner Sicht kein großes Kino ist, sondern eher besseres Fernsehfilm-Niveau (deutsch eben): Er ist von allen was (für 10 Sekunden sogar mal Heinrich Sielmannsche Tierfilme). Er hat keine Linie, keine Aussage, keinen Charakter. Alles bleibt oberflächenhaft und angedeutet. Die Dialoge sind recht schwach und klischeehaft (dadurch nur in den Momenten gut, wo sie Klischees beschreiben, wie bei dem englischen Schuldirektor). Da ich das Buch nicht gelesen habe, weiß ich nicht, ob das an der Vorlage liegt oder an Charlottes Link. Auch die Charaktere bleiben oberflächlich, werden kaum vertraut oder vertieft. Man versteht bis zum Ende des Films nicht, was die beiden Protagonisten eigentlich zusammenhält. Viele Handlungssträgne (wie die Beziehung zwischen dem Mädchen und dem afrikanischen Jungen) werden nur kurz angerissen, um dass fallengelassen zu werden.

Schauspielerisch sind die beiden Hauptcharaktere sehr durchschnittlich und unscheinbar. Das Spiel geht in Richtung maskenhaft und langweilig. Grandios ist allerdings die Tochter, für ein Kind eine hervorrangende Leistung. Auch die afrikanischen und britischen Charaktere sind vergleichsweise deutlich besser.

Also: Keine Kino. Aber gutes Fernsehen. Ist ja auch was wert, man muss es nur vorher wissen.


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