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  Rendezvous mit einer Leiche | Sir Peter Ustinov, Lauren Bacall
 
 
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Rendezvous mit einer Leiche
Sir Peter Ustinov, Lauren Bacall

MGM Home Entertainment GmbH (dt.), 2006

Kundenbewertung:(6 Bewertungen)
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Die hartherzige Emily Boynton erpreßt nach dem Tod ihres Gatten den Familienanwalt, ihr das Erbe allein zukommen zu lassen. Um die fünf betrogenen Familienmitglieder zu beschwichtigen, lädt sie Emily auf eine Kreuzfahrt ein. Als der von Gewissensbissen geplagte Anwalt auftaucht, trachtet ihm Emily vergeblich nach dem Leben. Stattdessen wird sie selbst Opfer eines Mordes. Unter den vielen Tatverdächtigen findet Inspektor Poirot den wirklichen Mörder heraus: ein britisches Parlamentsmitglied, das einst eine Haftstrafe verbüßte und befürchten mußte, von Emily verraten zu werden.


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Mäßige Story + miese Synchro = lahmer Film

Ein reicher Amerikaner stirbt. Er hinterlässt das Vermögen seinen Kindern, allerdings erpresst die zweite Frau des Toten den Rechtsanwalt, so dass das Testament vernichtet und sie alleinige Erbin wird. Die Kinder sind von ihrer grausamen und manipulativen (Stief-)Mama fortan abhängig, und flugs wird ein entspannender Familienurlaub ins Heilige Land angeordnet. Dort entwickeln sich die Dinge: Es kommt zur zaghaften Rebellion gegen das Muttertier, und kurz darauf ist selbiges tot. Wer war?s?

?Rendezvous mit einer Leiche? basiert auf einem sehr stark psychologisierenden Roman Agatha Christies. Die Figuren darin waren vielleicht überzeichnet, aber darin konsequent, und leider ist Fehler Nummer eins dieses Films, dass seine Figuren in moderatere Schemata gepresst werden, dies allerdings dann so, dass sie ziemlich konturlos werden. Kryptisch? Jedenfalls sind die Charaktere - bis auf Lauren Bacall vielleicht, deren forciertes Spiel allerdings fast auch schon wieder nervt - blass und es interessiert auch bald schon nicht mehr, wer wann was warum gemacht hat zur vermeintlichen Tatzeit. Poirot stochert in Motiven und Alibis, sogar er wirkt in diesem Film fast unsympathisch und Peter Ustinov eher lustlos. Alles wirkt einfach etwas langweilig und unsouverän. Vor allem dann, wenn man den Täter schon kennt, entkleidet sich der seines einzigen Spannungsmoments beraubte Film als fader Zeitabreißer. Und die deutsche Synchronisation speziell Peter Ustinovs wirkt passend dazu wie sonores Hypnosegebrummel, geradezu fürchterlich fürs empfindliche Gemüt. Auf diesen Poirot kann gut verzichten, wer nicht ohnehin bearbeitungsresistenter Fan des belgischen Detektivs ist.


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Toller Film, schlechte Synchronisation

Zunächst muss man vorausschicken, dass alle drei Romane der "Orient Trilogie" mit Hercule Poirot ("Rendezvous mit einer Leiche" / "Tod auf dem Nil" / "Mord in Mesopotamien"; letzterer wurde allerdings nicht für die Leinwand adaptiert) extrem schwer zu verfilmen sind ohne beim Zuschauer Langeweile aufkommen zu lassen, da sie im Grundprinzip zwei wichtige Handlungsgerüste teilen:

1. Sie verfügen über extrem eingeschränkte Kulissen: Bei "Tod auf dem Nil" spielt sich alles auf einem Nildampfer ab, und bei "Mord in Mesopotamien" und "Rendezvous mit einer Leiche" ist es jeweils das Basislager einer archäologischen Expedition.

2. Der eng gesteckte Kulissenrahmen setzt gleichzeitig der Anzahl der handelnden Personen ein Limit.

Durch diese beiden Punkte ensteht bei allen drei Romanen eine Kammerspielatmosphäre, die sich zwangsläufig auch auf die Verfilmungen überträgt, wenn man nicht für Auflockerungen sorgt. Während man bei "Death on the Nile" einfach nur die von Agatha Christie selbst in die Romanvorlage eingebauten Landausflüge zu den Nil-Sehenswürdigkeiten übernehmen musste, gestaltete sich die Sache bei "Rendezvous mit einer Leiche" schon schwieriger, da diese Auflockerungen in der Vorlage nur spärlich vorhanden sind.

Doch die Macher des Films haben ihre Sache gut gemacht: Die Vorgeschichte, die zum Mord an Mrs. Boynton führt, wurde für den Film an Schauplätze in den USA, Italien und auf einem Mittelmeerdampfer verlegt, ehe Mrs. Boynton und das restliche Ensemble schließlich am Schauplatz des Verbrechens, einer Ausgrabungsstätte am Roten Meer, eintreffen.

Ist der Mord dann erst einmal geschehen, spielt sich alles wie bei den bisherigen Verfilmungen auch ab, wobei man auch hier gelegentliche Kulissenwechsel eingearbeitet hat: Hercule Poirot führt seine raffinierten Verhöre mal in einer Hotel-Lobby, mal in den Straßen von Jerusalem und mal in einer Höhle, in der gerade Ausgrabungen stattfinden, wo die Verdächtigen jeweils ihre Sicht der Dinge (wie immer mit Rückblenden illustriert) erzählen. Zum Schluss folgt Poirot's Enttarnung des Mörders per Rekonstruktion des Verbrechens vor einem aus sämtlichen Verdächtigen bestehenden Publikum.

Insgesamt handelt es sich bei "Rendezvous mit einer Leiche" um eine solide Verfilmung eines Agatha Christie Romanes, auch wenn man sich einige übertriebene Ausschmückungen hätte sparen können. Ansonsten glänzt der Film durch das bisherige Erfolgsrezept: Ein klassisches, very british erzähltes "Whodunnit", dazu ein erlesenes Ensemble exzellenter Schauspieler: Allen voran der unvergleichliche Peter Ustinov als Hercule Poirot, dazu Lauren Bacall, Sir John Gielgud, Piper Laurie, Carrie Fisher und Hayley Mills, um nur einige zu ernennen. Als Jungschauspieler glänzen Amber Beezer und John Terlesky in ihren Leinwanddebuts.

Trotz aller Begeisterung muss ich auch jenen Rezensenten ein wenig Recht geben, die der Meinung sind, dass die Story nicht so recht zünden will. Dieses Gefühl hatte ich schon 1990, als ich den Film erstmals auf VHS erwarb (in das Kino des Provinznestes, in dem ich aufgewachsen bin, ist er gar nicht erst gekommen). Und erst jetzt, da ich dank der DVD-Technik den Film erstmals im englischen Original erleben durfte, weiß ich, woran es liegt:

Es ist wieder einmal der deutsche Hang zur dilettantischen Synchronisation dran schuld. Holperige Dialoge und Stimmen, die nicht zu den Schauspielern passen, was ganz besonders bei Peter Ustinov auffällt. Warum hat man es nicht wie bei der Verfilmung von "Das Böse unter der Sonne" 1981 gemacht und Peter Ustinov sich selbst deutsch synchronisieren lassen? 1989 waren Agatha Christie-Verfilmungen eh keine Blockbuster mehr, sondern eher ein Fall für die Programmkinos, die mehr den Kenner- als den Massengeschmack bedienen. Darum hätte man sich ruhig mehr Zeit zur Sorgfalt nehmen können. Denn: Im Original nämlich "zündet" die Story durchaus; die Dialoge sind espritvoller, und die Atmosphäre ist insgesamt so, wie man es von Agatha Christie gewohnt ist.

Noch ein weiterer Punkt fällt bei der deutschen Synchronisation auf: Für völlig verschiedene Statisten, die jeweils nur mit einem einzigen Satz in dem Film auftauchen, hat man denselben Sprecher benutzt. Dieser hat jedoch eine so markante Stimme (Info für Kenner: Es ist Peter Thom), dass seine Auftritte schlichtweg auffallen. Dadurch jedoch, dass man von den entsprechenden Darstellern in den jeweiligen Szenen das Gesicht nicht sehen kann und somit keine Unterscheidungsmöglichkeit hat, wird die falsche Fährte gelegt, als wären diese Statisten ein und die selbe Person, die zwingend mit dem Mord an Mrs. Boynton in Verbindung steht. Da diese falsche Fährte nicht aufgelöst wird, bleibt man am Ende der deutschen Synchronsfassung mit dem Gefühl zurück, dass irgendetwas fehlt.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich diesem Film trotz kleiner Schönheitsfehler volle 5 Sterne verleihe, und zwar ausschließlich der Originalfassung. Wer nach Möglichkeit auf die deutsche Synchronisation verzichten kann, sollte dies unbedingt tun und das englische Original anschauen.


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"I never forget a name or a face."

Mr. Boynton passes away. Mrs. Emily Boynton who used to be a matron in a prison is hard as tacks. She blackmails the lawyer into burning a recent will, and preserving the one that gave everything to Emily. Emily gets even nastier with her children and step children. It does not stop there she snubs just about everyone. So guess who gets killed.

This movie has everything that makes an Agatha Christie movie great. Everyone is a suspect. Everybody could have done it. Only Hercule Poirot can figure this out. Naturally Hercule Poirot is in the right place at the right time to hear everything and extract the truth. You need to add this one to your collection.



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Toller Film, endlich auf DVD

Wer Ustinov und Agatha Christie liebt, wird um diese DVD nicht herumkommen. Ewig nur als Video erhältlich nun endlich auch auf DVD. Schade das dieser Film nicht in der 4er Box ist, aber vielleicht kommt ja nochmal eine Box und diese ist dann mit drin.

Ich muß gestehen, dass der Film nur 4 Punkte bekommt liegt an David Suchet. Wer ihn einmal als Poirot erlebt hat, kann keinen anderen mehr akzeptieren.

Nichts desto trotz, ist das hier ein toller Film mit super Schauspielern, die alle offensichtlich Spaß an dem Ganzen hatten, womit man um den verbissenen Perfektionismus anderer Krimis herumkommt.
Leichte Hand, leichte Unterhaltung, - das richtige für einen verregneten Tag.


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