Sweet - The Very Best of Sweet | Sweet
DVD Filme:
sweet - the very bes...
Sweet - The Very Best of Sweet
Sweet
in-akustik GmbH & Co.KG, 2006
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VERY
BEST
OF
We want Sweet! We want Sweet! We want.....
"We want
Sweet
! We want Sweet! We want...!" Dieser mock live chant (entstand im Studio) sprach mir 1974 aus der Seele - oder hätte mir aus der Seele gesprochen, hätte ich ihn nur verstanden.... "Pave one's way"?
"Page on street"? Was riefen die da nur? Jedenfalls war ich ein glühender Verehrer der "Süßen" und war untröstlich darüber, daß ich nicht ins Konzert durfte, als meine Helden 1974 nach Bremen (Hamburg?) kamen. Ich war erst 12, und mein Vater weigerte sich strikt, mit mir zu diesen "Heulbojen" zu gehen. Gemein! So habe ich "Sweet" nie live gesehen und mußte mich mit deren raren Auftritten in "Disco" und im "Musikladen" trösten. Mitte bis Ende der Siebziger stand ich dann auf The Jam, Stranglers, Buzz Cocks.....aber einige der Sweet Songs haben mich durchs Leben begleitet, und ich höre sie bis heute gerne: die Teenie - Ballade "The Six Teens" natürlich, die White Trash - Hymne "Turn It Down", das knallige "Block Buster", Popjuwelen wie "Co - Co", "Little Willy" und "Wig Wam Bam", Glamrock - Knaller wie "Hell Raiser" ("The Action....!")... Und so habe ich mich sehr gefreut, daß ich bei amazon diese DVD entdeckte! Gestern abend habe ich sie mir angesehen, und ich war nicht gerade enttäuscht, aber meine Begeisterung hielt sich doch in Grenzen.
Daß die Bildqualität modernen Ansprüchen nicht genügt, finde ich völlig okay und sogar sympathisch - so sah es eben damals aus, wenn man etwas im Fernsehen sah, und die Atmosphäre der Siebziger kommt super rüber. Auftritte in bizarren Kulissen - z. B. "Co -Co", man kommt sich vor wie in einem ganz frühen Cronenberg - Film -, am Strand mit einem Gasttrommler, der direkt einem Stück von Beckett entsprungen sein könnte ("Poppa Joe"),bei "Top of the Pops" (coole und unwiderstehlich campige Auftritte mit "Hell Raiser" und "Ballroom Blitz").... richtig klasse und (nicht nur) etwas für Siebziger Fans wie mich. Klasse auch die Auftritte in großen Hallen, z. B. "Turn It Down" (erreichte nur Platz 41 in den UK Charts, weil es in "Top of the Pops" nicht gespielt wurde, angeblich wegen der Worte "For God's Sake", ich glaube aber eher, es war zu rockig für eine Teeniepop - Show).
Enttäuschend fand ich den Doku - Teil. Ganz informativ, aber doch sehr glatt und oberflächlich. Ich habe irgendwann nicht mehr mitgezählt, wie oft das Wort "great" verwendet wurde (ich glaube, bei 127). Nichts wird verschwiegen (die Ausbootung von Manager Phil Wainman durch die Chinnichaps, die ihrerseits die Zusammenarbeit aufkündigten, als es die Jungs wagten, "Fox on the Run" ohne sie zu produzieren, die Alkoholsucht Brian Connollys, der Niedergang der Band), aber es wird alles lediglich angerissen. Phil Wainman klingt immer so, als sei er kurz davor, in Tränen auszubrechen, ein in die Breite gegangener, aufgeschwemmter Andy Scott erzählt nette Anekdoten und ein aalglatter Nicki Chinn (der von allen Befragten die wilden Siebziger am
best
en überlebt zu haben scheint - schließlich muß er mit seinen zahlreichen Hits ein Vermögen verdient haben) beantwortet Fragen in bester Politikermanier und würde sich auch bei Sabine Christiansen gut schlagen - "Poppa Joe just smiles politely, with the money he takes he might be" kommt einem in den Sinn, wenn man ihm zuhört, in seinem mühsam antrainierten Middle Class British. Wo wir gerade dabei sind: es gibt weder englische noch deutsche Untertitel, aber den Ausführungen der drei sollte man auch mit guterhaltenem Schulenglisch folgen können. Leider kommen nur die Genannten zu Wort, Gespräche mit anderen Zeitzeugen hat man sich gespart - sehr schade! Sweet - Fans kommen überhaupt nicht zu Wort!
Auch bei der Inszenierung wird doch sehr geknausert. Keine Interviews an Originalschauplätzen, keine Damals - Heute - Gegenüberstellungen, kein gar nichts - die Interviews immer in den gleichen langweiligen Räumen und teilweise auch wenig inspiriert geschnitten.
Trotzdem: Für alle "Sweet" - Fans unverzichtbar - und immer noch tausendmal besser als all die fiesen Mogelpackungen auf dem Markt.
Lesen Sie die informativen und ausgezeichneten Rezensionen, bevor sie auf Blendertitel wie "Sweet Live" hereinfallen.
Bis es etwas Besseres gibt: Zugreifen! "We want Sweet....."
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Achtung ! Doku !
Um es gleich vorweg zu sagen: diese DVD ist eine Doku der Bandgeschichte.
Sie ist inhaltsgleich mit einer früher erhältlichen DVD des "Weltlabels"
"Wienerworld".
Keine Untertitel, kein Zusatzmaterial, kaum Sound- oder Bildbearbeitung.
Warum trotzdem die generöse Bewertung ? Weil die DVD als Doku nichts auslässt.
Andy Scott als einer der beiden Überlebenden Bandmitglieder, der ehemalige Manager - mit sentimental tränenerstickter Stimme - und Nicky Chinn als Hitschreiber erzählen den ganzen modeltypischen Weg vom Aufstieg - Höhepunkt - Niedergang der Band mit grosser Ehrlichkeit.
Dazwischen - selten ganz ausgespielt - clips der großen Hits.
Wer das sucht, wird zufrieden sein. Wer alle Auftritte, Songs in kompletter Länge sucht, Qualität remastered - Finger weg !
Der derzeitige Preis ist unverschämt unangemessen, sollte allerdings noch sinken, abwarten.
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