Mathilde - Eine große Liebe (Einzel-DVD) | Audrey Tautou, Gaspard Ulliel
DVD Filme:
mathilde - eine groß...
Mathilde - Eine große Liebe (Einzel-DVD)
Audrey Tautou
,
Gaspard Ulliel
Warner Home Video - DVD, 2006
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Kauftipp
Frankreich zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts
Mathilde
ist noch ein kleines Mdchen, als ihre Eltern sterben. Diese hinterlassen ihr jedoch ein kleines Vermgen. Somit ist zumindest die finanzielle Zukunft gesichert. Ein neues Zuhause findet sie bei ihrem Onkel Sylvain und dessen Frau Bendicte, die sich aufopfernd um sie kmmern. Doch als sie sich eingelebt hat, ereilt sie prompt der nchste Schicksalsschlag Kinderlhmung. Fortan ist sie schwer gezeichnet, bentigt regelmige Massagen, zieht einen Fu nach und kapselt sich noch mehr von ihrer Auenwelt ab. Einzig dem ebenfalls ziemlich verschlossenen Sohn des Leuchtturmwrters, Manech, gelingt es zu ihr durchzudringen. Die beiden einsamen Seelen ver
liebe
n sich ineinander und werden zu einem untrennbaren Paar.
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Vorsicht - der Titel täuscht
Der Titel lässt nicht vermuten, dass es sich um einen Antikriegsfilm der besonderen Art handelt. Die sich anschließende Suche nach der
große
n
Liebe
rückt eigentlich in den Hintergrund und ist eher banales Beiwerk.
Die Eingangssequenz erinnert ein wenig an den Soldat James Ryan und schilderet die Gräuel in den Schützengräben dramatisch. Das geht unter die Haut. Die Inszenierung über den ganzen Film ist fantastisch. Der Score unterstreicht das Leinwandepos wirkungsvoll. Was will man mehr?
Großes Kino, aber nichts für einen romantischen Abend zu zweit.
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Umwerfend starker Bilderfilm
Jeunet lässt sich immer sehr viel Zeit mit seinen Filmen, die
Liebe
zum Detail und eine originelle Gestaltung ist auffallend. Für die Produktion seiner Filme benötigt er in der Regel mehrere Jahre. "
Mathilde
" ist der Nachfolgefilm des Welterfolgs "Die fabelhafte Welt der Amelie" und hatte es sicherlich im Vergleich nicht leicht. Wieder ist die ausdrucksstarke und verletzlich wirkende Audrey Tatoo die Hauptdarstellerin dieses Films, der visuell einfach atemberaubend daherkommt.
Da der Film zu einem grossen Teil von Amerikanern finanziert wurde, entschied ein französisches Gericht, dass der Film kein eindeutig französisches Werk sei, diese Gerichtsentscheidung verhinderte die Präsenz von "Mathilde" bei diversen Preisverleihungen (Felix, Oscar "best foreign language film" und Festivals wie Cannes.
Der Streifen wäre ansonsten aufgrund seiner opulenten, melodramatischen Machart prädestieniert dafür, bei solchen Events Preise einzukassieren.
Aber immerhin gewann er 5 Cesars und wurde beim Oscarrennen gerechterweise immerhin in den Kategorien Cinematography und Art Direction nominiert.
Thema des Films ist die Kraft und Ewigkeit der Liebe, die stärker ist als Vernunft.
"Wenn Maneche tot wäre, dann würde ich das spüren" sagt Mathilde und dieser Glaube bringt diese unglaubliche Geschichte in Gang.
Mathilde ist Waise, durch eine Kinderlähmung gehbehindert und wächst bei Onkel (Dominique Pinon) und Tante (Chantal Neuwirth) in einem idyllischen küstendorf mit Leuchtturm in der Bretagne auf. Ihr Schulfreund Maneche wird später ihr Geliebter, aber der 17jährige Maneche (Gaspard Ulliel) muss in den Krieg. In den Schützengräben wartet der unvorstellbare Horror und im Januar 1917 verurteilt ein Kriegsgericht fünf junge Soldaten wegen Selbstverstümmelung zum Tod: In der Nacht werden sie aus einem "Bingo Crepuscule" genannten Schützengraben in das schmale Gebiet zwischen französischen und deutschen Linien getrieben, wo praktisch keine Überlebungschancen bestehen - einer davon ist Maneche.
Er gilt zunächst als vermisst, dann als tot - Mathilde will 3 Jahre nach Ende des Krieges immer noch nicht daran glauben. So engagiert sie einen Privatdetektiv und macht sich selbst auf die Suche....
In schönen Nebenrollen tauchen auch Stars wie Jodie Foster und Marion Cottilard auf.
Der Film schafft durch seine atemberaubende visuelle Kraft eine der gelungensten Thematisierungen des Ersten Weltkrieges, den Horror des deutsch-französischen Stellungskrieges. Dem gegenüber wird eine verklärte gefühlsgefärbte Sicht auf "Zuhause" vorgenommen - liebenswerte und auch grotesk wirkende Charaktere kommen immer in Jeunets Kosmos vor, so auch hier. Zu einem weiteren künstlerischen wie dramaturgischen Mittel gehört auch der ständige Wechsel der Perspektiven, diverse verschiedene Handlungsstränge kommen hinzu - auch das Schicksal der anderen Soldaten wird beleuchtet - bis zum Ende der Suche, wohin auch immer sie führt.
"Mathilde" dürfte sowohl der typische Frauenfilm als auch der optimale Film zu Weihnachten sein, er hat mich auch durch diese visuelle Perfektion und mit seinem märchenhaften Charme erobert. Man muss ja nicht immer Realist sein...
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Keine Angst: Der Film ist besser, als es uns der Titel zunächst glauben lässt!
Der, meiner Meinung nach, etwas verunglückte Titel "Matilde - eine
große
Liebe
", erzählt von fünf französischen Soldaten, die im Jahr 1917 vors Kriegsgericht kommen, weil sie sich selbst verstümmelt haben. Einer dieser Soldaten ist Matildes Freund. Und sie will und kann es einfach nicht wahrhaben, dass er wirklich gestorben sein soll. So macht sich die junge Frau (wir befinden uns bereits in den 20iger-Jahren) auf die Suche nach ihrem Geliebten. Sie heuert in Paris einen Privatdetektiven an, sucht mittels Zeitungsanzeigen Menschen, die Kameraden ihres Freundes kennen oder gekannt haben...
Auf diese Weise entsteht im Laufe des Films eine zusammenhängende, wenngleich nicht unkomplizierte Geschichte, die so manchem "Tatort" oder "Columbo"-Fan Freude bereiten wird.
Schauspielerisch gesehen gibt es nichts zu bemängeln. Auch Kulissen, Atmosphäre sowie die Story an sich lassen im Grunde keine Wünsche offen.
Mir persönlich war nur das Ende des Filmes ein kleiner Dorn im Auge, als nach Bildern von Krieg, tragischen Schicksalen, Blut und Arroganz plötzlich ein Happy-End ins Haus steht - ein Ende, das diesem Film einen unwürdigen Schlusspunkt verleiht, wenngleich man so dem Titel ein wenig näher kommt...
Naja. Schwamm drüber!
Insgesamt ist es wirklich ein tolles Filmerlebnis, um das man als Kenner guter Filme nicht herumkommt!
Gelungenes Erster-Weltkrieg-Kino mit Krimi-Atmsophäre und einem etwas verunglückten Ende.
Kurz: 4 bis 4enhalb STERNE!!
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Ein wunderbarer Film der in jede Filmsammlung gehört!
"
Mathilde
- eine
große
Liebe
" ist ein wunderbarer Liebesfilm, ein spannender Kriminalfilm und ein großes Plädoyer gegen die Sinnlosigkeit des Krieges. Man kann und sollte diesen nicht mit "die Fabelhaften Welt der Amelie" vergleichen, er ist nämlich ganz anders als dieser. Die vielen Rückblenden darin sind zudem meiner Meinung nach sehr logisch und künstlerisch geschickt komponiert und absolut nicht verwirrend. Ich finde dieser Streifen ist ein filmisches Meisterwerk und gehört in jede Filmsammlung.
PS: Andere gute Filme von Jeunet sind neben "Amelie": "Delicatessen" und "die Stadt der verlorenen Kinder".
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Sympathische Erzählweise
Die Reanimationen des Gare d'Orsay und der Halles sind großartig und fast in der Tradition von selbstverliebten aber realistischen Kostümfilmen.
Wieder das Selbe wie in Amelie? Mit Audrey Tatou wählt Jeunet die gleiche Hauptdarstellerin. Es ist über die Gegenstände ein ähnlicher Erzählstil. Das Selbe noch mal zu erzählen macht die Qualität des Filmes und den Erzählstil, die façon de raconter, aus. Es mag einer die Leichtigkeit wie in Amelie vermissen (wie Rezensent 6), doch liegt das m. E. an dem schweren, melancholischen Thema, z. B. der an der deutsch-französischen Front wegen Selbstverstümmelung zu Unrecht praktisch zu Tode Verurteilten. Amelies Hoffen ist das Gegengewicht.
Eine Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven durch verschiedene Erzähler immer wieder begonnen. Die Soldaten treten als Individuen aus der militärischen Uniformität. Da hätte man jenseits des Rheines noch gerne mehr über die Boches erfahren. Es gibt keinen allwissenden (auktorialen) Erzähler. Der Dreh- und Angelpunkt bleibt das verstörte Opfer bzw. die Opfer. Man hört und sieht geduldig zu, als ob es ein Stotternder wäre. Diese Weise ist sympa, weil ein zentrales Problem: Erzählungen müssten oft mit dem Tod des erzählenden Opfers enden, mit einem Schluss, bei dem der Zuschauer weiß, wer der Mörder ist und bei dem offen ist, ob der Übeltäter gefasst wird.
An den hinterlassenen Dingen, wie meist in der wirklichen Geschichtsschreibung, knüpft die Erzählung an. Dies wirkt durch die strengere historische Vorgaben nicht wie in Amelie als an den Haaren herbeigezogene Skurrilität. Bei dem Perspektivenwechsel verlieren der Autor bzw. Regisseur jedoch nicht den Faden. Deswegen ist die Erzählform nicht wie der Rezensent Baldabiou meint enttäuschend, sondern eine Qualität.
Der Regisseur hält seine eigene Position nicht für die Wirkliche. Das zeigt er, indem er übertreibt: das Fliegen durch die Luft nach einer Detonation, das Getroffen sein von M., die Glasscherben, die zielgenau den Bösewicht durchbohren. Das ist niemals wahr, die Realität oder so gewesen. Die Illusion, die mit den technischen Mitteln des Kinos sehr gekonnt aufgebaut wurde, wird zerstört.
Für mich nähert sich der Regisseur Jeunet mit dem Film einem Meisterwerk. Nur der Schluss ist etwas platt: Ich schaute und schaute", sagt sie, doch was macht der erspähte Geliebte überhaupt? Trotzdem, alles in allem: wertvoll.
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