Warum hab' ich ja gesagt? - SZ Cinemathek Screwball Comedy | Gregory Peck, Lauren Bacall
DVD Filme:
warum hab' ich ja ge...
Warum hab' ich ja gesagt? - SZ Cinemathek Screwball Comedy
Gregory Peck
,
Lauren Bacall
Süddeutsche Zeitung GmbH, 2007
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WARUM
HAB
ICH JA
GESAGT
!
Wenn Gegensätze sich anziehen...
Gregory Peck beeindruckt mich von den alten Schauspielern seines Typs wegen ganz besonders , nicht zuletzt weil er Nachdenklichkeit und Seelentiefe ausstrahlt. Ein interessanter Mann! Ich war neugierig , wie er die Rolle eines Sportjournalisten in einer Komödie meistert, denn seine Ernsthaftigkeit nimmt ihm eigentlich die Leichtigkeit , die für eine solche Rolle notwendig ist.
Gleich vorab: Peck spielt absolut überzeugend an der Seite der intelligenten , sehr attraktiven Lauren Bacall. 113 Minuten lang
hab
e ich mich köstlich amüsiert.
Worum geht's es in diesem Film des Regisseurs Vincente Minnelli ?
Der Sportreporter Hagen( Gregory Peck) lernt während eines Kurzaufenthaltes in Kalifornien Marilla ( Lauren Bacall) kennen. Die beiden sind hingerissen voneinander und heiraten nach wenigen Tagen spontan. Zurückgekehrt nach New York , beginnt der Alltag. Hagens Metier ist der Boxkampf, die ungehobelten Leute dort, das Pokern und der Alkohol : eine Männerwelt.
Marilla ist eine bekannte Modeschöpferin. Sie agiert in der Welt des Schönen. Ihre Freunde sind leicht abgedrehte Künstler.
Die beiden Welten passen überhaupt nicht zueinander. Man spricht verschiedene Sprachen. Die Eheleute mögen jeweils die Freunde des anderen nicht. Das führt zu Ärger, der sehr viele komische Komponenten hat.
Hinzu kommt, dass Hagen vor der Eheschließung eine Freundin hatte, der er zunächst beichten muss, dass er geheiratet hat, aber irgendwie zu feige dazu ist. Er zählt zu den konfliktscheuen Männern , die sich lieber rausreden. Der Arme sitzt in der Klemme. Sehr spaßig anzusehen!
Die Existenz dieser Freundin sorgt bei Marilla für viel Aufregung, weil sie vermutet die Beziehung sei noch nicht zu Ende. Sie kocht vor Eifersucht, aber es ist unter ihrer Würde dieses Hagen offen zu zeigen.....
Viele witzige Szenen und ebensolche Dialoge ( das Drehbuch wurde mit einem Oscar ausgezeichnet) schenken dem Zuschauer eine vergnügliche Zeit.
Der große amerikanische Clown George Burns war nicht grundlos begeistert.
Peck erwähnte später: " Das ich George Burns zum Lachen bringen konnte, war fast so wertvoll wie der Gewinn eines Oscars."
Die Ton- und Bildqualität sind o.k.
Empfehlenswert!
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Warum Frauen und Männer nicht zusammen passen
Diese Frage macht genau den Reiz von "Designing Woman -
Warum
hab
' ich Ja
gesagt
?" aus - neben der wundervollen Lauren Bacall, die hier in einer ihrer seltenen Komödienrollen zu sehen ist.
Die Geschichte: der junge Sportreporter Mike (Gregory Peck) und die Modedesignerin Marilla (Bacall) heiraten nach einer durchzechten Nacht vollkommen überstürzt und müssen plötzlich beide mit einem fremden Ehepartner leben, der so gar nicht in das eigene Weltbild passen will...
Das Drehbuch, das seinerzeit einen Oscar für das beste Original-Drehbuch erhielt, bezieht viel Komik aus dem Zusammenprall der typischen Männer- und Frauenwelt und den daraus resultierenden Vorurteilen. Alles, was wir in "Sex and the City" über Männer und Frauen erfahren, wurde hier bereits in den 50ern thematisiert. Bacall schwelgt in Kunst und Eleganz, Peck dagegen ist bodenständig und verbringt seine Zeit mit schlichten Reporterkumpels und Sportlern. Dazu ist sie eifersüchtig auf seine Ex-Geliebte (die just in der Broadway-Show mitspielt, die Bacall als Kostümdesignerin ausstattet), und er wird von einem rachsüchtigen Boxer heimgesucht. Wie weit muss man sich annähern und seine persönlichen Werte aufgeben, um eine glückliche Beziehung zu führen und doch man selbst zu bleiben?
Lauren Bacalls Rolle ist hierbei deutlich interessanter und vielschichtiger, während Peck ununterbrochen sarakastische Kommentare abgeben darf. Beide Darsteller sind keine großen Komödianten, doch ist das Drehbuch so gut, dass sie ihre Rollen überzeugend ausfüllen. Abgerundet wird dies durch einige Musical-Nummern, die nur durch Bacalls Filmberuf gerechtfertigt werden, aber in keinem Film von Vincente Minelli fehlen dürfen. Das Ganze ist ein kurzweiliger Spaß in herrlichem Technicolor und Cinemascope. Ein großartiger Film für Sonntagnachmittage.
Zur DVD: Bild (anamorphes Cinemascope) und Ton sind gut, etwas merkwürdig sind die deutschen Untertitel, die eher der verfälschenden Synchronfassung folgen als den O-Ton zu übersetzen. So werden alle Fehler des Synchrons (wo aus "Zachary" mal eben "Henry" wird, weil man mit dem Namen offenbar mehr anfangen kann...) fröhlich in den Untertiteln übernommen, und die Hälfte der Gags geht verloren. Ohne Worte.
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