Adel verpflichtet | Miles Malleson, Sir Alec Guinness
DVD Filme:
adel verpflichtet
Adel verpflichtet
Miles Malleson
,
Sir Alec Guinness
Universal/DVD, 2007
Kundenbewertung:
(7 Bewertungen)
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Kauftipp
Universal
Adel
verpflichtet
, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 19.07.07
Genialer schwarzer Humor
Ich kann jedem nur empfehlen, sich diesen köstlichen Filmklassiker unbedingt einmal anzuschauen. Das grandiose Drehbuch ist auch fast 60 Jahre nach Entstehung immer noch unerreicht und macht "Kind Hearts and Coronets" vielleicht zur besten Schwarzen Komödie aller Zeiten. Der morbide Humor und die ironische Darstellung des englischen
Adel
s sorgen für beste Unterhaltung. Besonders hervorzuheben sind natürlich auch die schauspielerischen Leistungen. Und zwar nicht nur die von Sir Alec Guiness, der in ACHT verschieden Rollen zu brillieren weiß, sondern auch die anderen Charaktere sind hervorragend besetzt. Solche amüsanten und einfallsreichen Filme werden heutzutage leider fast nicht mehr gedreht. Auch technisch kann die DVD überzeugen. Das Bild und der englische Originalton sind gemessen an dem Alter des Filmes von sehr guter Qualität.
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Herrlich ironischer komödien-Klassiker
Sir Alec Guinness in 8 Rollen als eine ganze
Adel
familie, das war für mich ein Grund, diesen Film anzusehen. So genial er diese 8 Figuren auch darstellt, der eigentlich Gewinn dieses Films stellt für mich Dennis Price dar.
Die witzige und sehr ironische Erzählweise erinnerte mich stark an "Goodbye, Mr. Chips" und macht die Geschichte von Anfang an sympathisch und äußerst zugänglich.
Es macht Spaß mit anzusehen, wie sich die geschichte entwickelt. Da der Film im Gefängnis beginnt ist man natürlich sehr neugierig, wie er dort hingelangt ist. Einige, ich nenne sie an dieser Stelle mal "morde", wirken zwar übertrieben, aber es ist ein vergnügen ihn dabei zu beobachten. Lediglich der letzte mord passt so gar nicht ins bild und zu dem gezeichneten Charakter. Als Dennis Price dann im Gefängnis landet ist man selber überrascht. Denn bei aller Vorsicht hat er leider einen klitztkleinen Fehler gemacht. Doch letztendlich ist es seine eigene Überzeugung vom bevorstehenden Tod, dass er sich verrät ;0)
Eine äußerst amüsante und wundervoll unterhaltsame Komödie, die von der Qualität des Tons und des Bildes wirklich sehr gut ist!
Für liebhaber alter Filme ist dieser Film ein unbedingtes Muss!!
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Alec Guinness in acht verschiedenen Rollen - herrlich!
1949 war das Jahr des Alec Guinness: Mit dem meisterhaften "
Adel
verpflichtet
" gelang ihm der Durchbruch vom gefeierten Bühnendarsteller zum Filmschauspieler - ein Film, der seinen späteren Weltruhm begründete.
Die Darstellung von acht britischen Adeligen, allesamt von ihm selbst gespielt, ist bis heute unerreicht geblieben. Der Film erzählt die Geschichte von Louis Mazzani (Dennis Price), dessen Mutter wegen unstandesgemäßer Heirat aus dem Adelsgeschlecht der D'Ascoynes ausgeschlossen wurde. Louis liebt seine Mutter fast schon abgöttisch und fasst daher den Plan, nach ihrem Tod Rache an der blaublütigen Verwandtschaft zu nehmen - er beabsichtigt, alle acht Titelträger zu ermorden, um selbst legitimer Herzog von Chalfont zu werden.
Dabei übt er diese Morde auf eine derart perfide und unkonventionelle Weise aus, dass man mit seinen Opfern fast schon gar kein Mitleid mehr haben kann bzw. die eigentliche Bösartigkeit des Verbrechens vergisst. Seine Taten kommentiert der ehrgeizige Louis mit lässigem englischem Humor - eine unüberhörbare Kritik an der Steifheit der britischen Oberschicht der Nachkriegszeit.
Im Ganzen ein unvergessliches, satirisches Meisterwerk mit einem Alec Guinness in der Rolle - bzw. vielmehr 'den Rollen' - seines Lebens. Einfach herrlich.
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Sternstunde des britischen Films
Endlich...kommt diese DVD-Veröffentlichung zeitgleich mit zwei weiteren TopFilmen von Alec Guinness "Einmal Millionär sein" und "Der Mann im weissen Anzug" auf den deutschen Markt.
"Kind Hearts and Coronets", so der Originaltitel, ist für mich neben "Geheimnisvolle Erbschaft" von David Lean und "Ausgestossen" von Carol Reed der beste britische Film aller Zeiten.
Guinness, noch am Anfang seiner Weltkarriere, ist in acht verschiedenen Rollen zu sehen, die von Hauptdarsteller Dennis Price, der den Louis Mazzini d?Ascoyne spielt, im Laufe dieses rabenschwarzen und feinhumorigen Films, gekillt werden.
Mehr sollte man nicht verraten, denn es gibt einen herrlichen Plot am Schluss.
Für mich mit die erfreulichste DVD Veröffentlichung des Jahres. Hoffe nur, dass dieses Beispiel Schule machen wird und noch weitere s/w-Juwelen der Filmgeschichte endlich auch dem deutschen Publikum zugänglich gemacht werden. Im anderen Ländern sind ja viele dieser Perlen der Filmgeschichte längst erhältlich.
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... da waren's nur noch neun (leichte SPOILER).
Im Grunde haben meine werten Vorredner schon alles gesagt, was es zu "Kind Hearts And Coronets" zu sagen gibt. Die bitterbös-britische Komödie begeistert mit eigentlich relativ simplen Mitteln in höchstem Maße. Besonderes angefeuert wird der Plot um den unstandesgemäßen Erben in spe, der seine Vorgänger in der Erbfolge sorgfältig und humorlos um die Ecke bringt, durch die Rahmenhandlung: Am Anfang des Films sehen wir Mazzini im Knast beim Abfassen seiner Lebensbeichte, am Ende sind wir hier wieder angelangt und zwischendurch werden zwei Fragen beantwortet: Wie wurde er geschnappt, entgeht er dem Strick?
Bemerkenswerter Weise stört die Tatsache, dass dieser Mazzini eigentlich nichts weiter ist als ein Massenmörder mit schwerem Hau, das Vergnügen beim Zuschauen keineswegs. Was nicht einmal ambitionierten Produktionen von heute gelingen mag, das schafft dieser britische Film spielerisch: Wir nehmen dem Protagonisten Motive und Ausführung, mag beides noch so absurd sein, unbesehen ab. Dass ist zum einen Verdienst des Drehbuchs, zum anderen aber auch das des Darstellers Dennis Price, der das Kunststück vollführt, Rücksichtslosigkeit, Charme, kühle Kalkulation und Leidenschaft zusammenzubinden und ohne Widersprüche so nach außen zu verkaufen, dass eine nachvollziehbare Figur entsteht.
Die Opfer des passionierten Killers werden bekanntlich allesamt von Alec Guinness verkörpert. Und das war mein persönlicher kleiner Wermutstropfen im Film: Guiness schlüpft zwar in so unterschiedliche Rollen wie die des bornierten Adligen, des greisen Bankiers, des schnöseligen Jungadligen, des munteren Fotografen mit Alkoholproblem, des tatterigen Landpfarrers, des sturen Kapitäns, des stramm lethargischen Ex-Soldaten und - besonderes Bonbon - der handgreiflichen Feministin. Aber in manchen Rollen ist er nur sehr kurz zu sehen, so dass wir um das Vergnügen weiterer Interaktion zwischen den beiden Hauptdarstellern gebracht werden. Aber das nur nebenbei. Guinness darf sich als Meister der Facetten so richtig austoben, bei Bedarf Tonfall, Körpersprache und überhaupt die gesamte Attitüde und sowieso das äußere Erscheinungsbild komplett wechseln. Allein das macht schon einen großen Teil der - wahr gesprochen - Mordsgaudi aus.
Ein bisschen nervtötend fand ich insgesamt das ausgezirkelte Liebesdreieck; besonders die Szenen mit Sibella hätte ich am liebsten vorgespult, weil Mazzini hier am wenigsten Schau machen kann und in diesen Momenten ein stetes Belauern stattfindet. Nichtsdestotrotz sorgt dieser Handlungsstrang für die einzige wirkliche Überraschung in der Handlung (jedenfalls bis kurz vor Schluss). Und noch kurz zum Schluss selbst. Den hatte ich von einer Fernsehausstrahlung her irgendwie etwas anders in Erinnerung; existieren da verschiedene Fassungen? Die Amerikaner haben's ja damals - S P O I L E R - mit der Bestrafung von Schuldigen immer etwas deutlicher haben wollen.
Egal. "
Adel
verpflichtet
" - und zwar dazu, sich diesen Film mal anzuschauen. Viel Spaß dabei.
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