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  La Vie en Rose | Marion Cotillard, Sylvie Testud
 
 
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La Vie en Rose
Marion Cotillard, Sylvie Testud

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Die kleine Edith Giovanna Gassion ist mit einer unvergleichlichen Stimme gesegnet. Sie träumt von einer Karriere als Sängerin, um der Armut und dem Alkohol entfliehen zu können. Ihre Kindheit verbrachte die kleine Edith, zeitweilig erblindet und von Mutter und Vater verlassen, von Huren aufgezogen im Bordell. In Paris wird sie, während sie auf der Straße für Geld singt, vom Nachtclubbesitzer Louis Leplée entdeckt und engagiert. Bis zum großen Durchbruch ist es noch ein langer, steiniger Weg, aber der ?Spatz von Paris? ? so der Spitzname, der auf ihre geringe Körpergröße anspielt - gibt nicht auf. Edith Piaf durchlebt einebeispiellose Karriere, geprägt von rauschhaften Höhenflügen und tragischen Abstürzen. Sie lebt ihr Leben bis zum Exzess, ordnet alles ihrer großen Leidenschaft, der Liebe zur Musik und zu den Männern, unter. Ihr Publikum verehrt und liebt sie, hält ihr die Treue durch alle Höhen und Tiefen, doch am Ende ihres Lebens zerbricht sie am Verlust ihrer großen Liebe, Alkohol- und Tablettenmissbrauch und einer schweren Krankheit.

Den Oscar, den Golden Globe, den französichen César und den englischen BAFTA-Award erhielt die Französin Marion Cotillard für ihr Porträt der legendären französischen Chanteuse Edith Piaf ? und das völlig zu recht!In einer beeindruckenden Leistung verkörpert Cotillard die leidenschaftliche Zerrissenheit der Piafsowohl als18-jährige Straßensängerin als auch als zu Grunde gerichtete Frau kurz vor ihrem Tod 1963 im Alter von gerade einmal 47 Jahren. Regisseur Olivier Dahan greift die dramatischen Wendepunkte ihres Lebens heraus und setzt die unvergessenen Live-Auftritte der weltberühmten Sängerin exzellent in Szene. Dabei verzichtet er auf eine lineare Erzählung, sondern setzt vielmehr in verschachtelten Rückblenden auf die überbordende Gefühlswelt seiner zentralen Figur. Ungefähr 30 Klassiker wie das Titel gebende ?La vie en rose" oder "No, je ne regretterien", das die Piaf bereits vom Krebs gezeichnet anstimmt, spiegeln ihr tragisches Leben sinnbildlich wieder. Ein prächtiges Porträt eines tragischen Schicksals mit einem schauspielerischen Parforce-Ritt von Marion Cotillard. -- Birgit Schwenger


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Traurig und düster - und dennoch gibt es nichts zu bereuen?

Sieht ein Menschenleben von außen und aus zeitlicher Entfernung betrachtet anders aus als für den, der es erlebt hat? Projizieren wir nicht unsere Vorstellungen in eine für uns eigentlich fremde Welt? Und wenn wir auf unser Leben zurückblicken, überwiegen dann nicht meistens die guten Erinnerungen?

Dieser Film schildert uns das Leben der Edith Piaf als ein Reigen düsterer Ereignisse. Als Kind von der Mutter im Stich gelassen und von den Huren der Großmutter liebevoll aufgenommen, wird sie von dort durch den aus dem Krieg zurückgekehrten Vater wieder weggerissen. Es bleibt ihr nur noch ein Leben im Zirkuswagen und später auf der Straße. Dort ist ihr schon als Heranwachsende der Alkohol ein treuer Begleiter. Selbst als sie durch Menschen, die ihr Gesangstalent erkennen, von der Straße weggeholt wird, zieht sie das Unglück immer wieder scheinbar an. Ihr verheirateter Geliebter stirbt bei einem Flugzeugabsturz als sie ihn zu sich ruft. Davon erholt sich die schon seelisch und körperlich geschwächte Piaf nie wieder. Und weil sie ihrem Körper auch weiter viel zu viel zumutet, häufen sich die Zusammenbrüche und kulminieren bald darauf in einem viel zu frühen Tod.

Wollen wir dem Film glauben, dann hatte die Piaf nie die Chance zu der Kraft und Stärke zu gelangen, die sie wirklich gebraucht hätte um glücklich zu werden.

Ob sie selbst ihr Leben genauso freudlos und düster gesehen hat, wie uns das dieser Film erzählt, wissen wir natürlich nicht. Marion Cotillard spielt die Piaf meisterhaft und unglaublich intensiv. Genauso meisterhaft sind die Details dieses Filmes wie Maske, Kostüme, Musik und Kulisse technisch umgesetzt. Als Ganzes aber hält der Film dieses Niveau leider nicht. Daran ist wohl Regisseur Dahan schuld. Während es in anderen Filmen gelingt, Düsternis, Armut, Elend und Traurigkeit durch eine eindringliche Bildersprache und eine langsame und intensive Kameraführung auf den Zuschauer wirken zu lassen, werden wir hier leider durch wilde Schnitte, schnelle Bildfolgen und vor allem durch ständige unchronologische Rückblenden eher verwirrt als mitgenommen. Es mag sein, dass diese Art gerade der neuste Regietrend ist, dem man sich nicht entziehen zu können glaubt. Er ist aber wohl eher für Actionthriller und Krimis passend. Will man jedoch dem Zuschauer ein bewegendes und sehr trauriges Schicksal nahe bringen, dann sind dieses Tempo und ein zeitliches Wirrwarr eher störend.

Was bleibt, ist die großartig spielende Marion Cotillard, der es trotz der verspielten Regie gelingt, uns das traurige Schicksal der Edith Piaf mit einer Überzeugungskraft darzustellen, dass wir glauben, sie sei wirklich die Piaf selbst.

Die DVD ist technisch gut, das Bonusmaterial interessant und die Eingangswerbung für einen anderen Film ärgerlich.

Fazit.
Ein sehenswerter Film mit einer unglaublich guten Hauptdarstellerin und einer leider etwas schwächeren Regieleistung.



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Glücksgriff Marion Cottilard

Edith Piaf oder wie sie von den Franzosen liebevoll "La Mome" genannt wird: Hier ist der Film über ihre bewegtes Leben, die Stationen des Kindes Edith bis zum grossen Star, wo sich ihr Leben sehr stark auf den Bühnen und in schummrigen Garderoben abspielt, eine facettenreiche Lebensgeschichte, bei der am Ende schwere gesundheitliche Probleme stehen. Hervorgerufen durch verheerende Schicksalsschläge. In dieser Lebensphase wird das Suchtverhalten um eine Variante reicher: Neben dem Alkohol und der Sucht einen Auftritt als einziges Lebenselixir zu begreifen, kommt ein ausgeprägter sich steigernder Medikamentenmissbrauch dazu. Am Ende ihres kurzen Lebens (sie stirbt 1963 im Alter von 48 Jahren) sieht sie wie eine Greisin aus. Kurz vor dem Tod startete sie eine ganze Reihe von "Comebacks", die nicht selten mit dem grossen Zusammenbruch auf der Bühne endeten.
Soweit so gut. Der französische Director Olivier Dahan ist natürlich sehr authentisch, muss er ja auch: Die Franzosen kennen ihre La Mome und deren Lebensgeschichte in- und auswendig und er wäre gescheitert, wenn er konfabuliert hätte.
Er erzählt seine Geschichte nicht chronologisch oder linear, sondern die Rückblenden, die er wählt sind chaotisch angeordnet und geben der Inszenierung einen etwas verschachtelten Charakter. Es geht dem Regisseur vor allem die Gefühlswelt seiner Figur plausibel zu machen.
Mit dem Glücksgriff Marion Cottilard gelingt ihm sogar ein bisschen mehr, denn ihre Schauspielerleistung (vor allem die Gesten und der Gesichtsausdruck) ist natürlich schon sehr bemerkenswert, es gelingt ihr glaubwürdig diese Figur Edith Piaf in einer Zeitspanne von mehr als 30 Jahren, also sowohl als junges Mädchen als auch als alternde Diva, sehr beeindruckend darzustellen. Sozusagen alle Facetten vom prolligen Mädchen aus dem Milieu, zur gefeierten, aber verletzlichen Diva bis hin zum persönlichen Verfall.
Manche ihrer Szenen sind so beeindruckend, der Schauspielerin gelingt es mit einer enormen Ausdrucksstärke Schwächen des Drehbuchs, die eigentlich wenig Raum für die grosse Schauspielkunst im Dialog zulassen, mit der einen oder anderen Momentaufnahme für die Ewigkeit mehr als wettzumachen.
Was mich allerdings sehr irritiert hat, war die schludderige Art wie die Macher des Films das Thema "Soundtrack" realisiert haben.
Ich kenne Musikerbios, da wird einfach die Originalstimme genommen. Die einfachste Art. Etwas schwerer wird es dann, wenn die Macher das Risiko eingehen, den Sound komplett neu einzuspielen, als gelungenes Beispiel fällt mir "Walk the line" ein, da haben ja sogar die Darsteller die alten Cash und Carter Songs gesungen und es hat nach einer kurzen Irritation (weil diese Originale ja auch heilige Kühe sind) für meine Begriffe blendend funktioniert, ja mehr noch: Es hat sogar das Vergnügen an dieser Musikerbiographie enorm gesteigert.
In "La vie en Rose" musste man beide Möglichkeiten wahrnehmen, wahrscheinlich weil manche alte Aufnahme der Piaf für eine digitale Filmaufbereitung aufgrund der Rauschpegel nicht gut tauglich ist, deshalb wurde nur teilweise auf die Originalaufnahmen der Piaf zurückgegriffen. Gleich oft höre ich auch Aufnahmen von Studiosängerinnen, die m.E. ganz ganz schlecht im Vergleich zur Originalstimme abschneiden, auch wenn diese Damen "Profisängerinnen" sind, die extra für diesen Film gecastet wurden - sie imitieren die Piaf. Es fehlt bei diesen Einspielungen aber genau das, was die Piaf berühmt machte, diese Seele in der Stimme...manche Neueinspielung klang sogar sehr enervierend. Mich hat es leider sehr irritiert und es hat mir stellenweise den Genuss an diesem Film verdorben, denn es wird dann auch nicht so recht klar, warum die Piaf auf der Strasse entdeckt wurde und sofort ins Studio eingeladen wird..
Ein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf die Machart des Films, der viel "französisches Flair" transportieren will, aber stellenweise auch leider in die 08/15- Hollywood-Filmbiographie Falle tappt. Das Milieu, in dem wir Edith Piaf zuschauen wirkt stellenweise sehr künstlich entworfen.
Es wurde hier halt auch erfolgsorientiert auf den amerikanischen Markt geschielt und diese Rechung ging ja bestens auf, wie wir seit der Oscarverleihung wissen.
Mein Fazit: Ich bin gleichermassen beeindruckt wie auch enttäuscht.





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traumhaft

wird das Leben - mit Höhen und Tiefen - von Edith Piaf erzählt. Der Film hat zumindest meine Erwartungen erfüllt und wer sich den Film ansieht und anhört, weiss warm der Oscar gerechtfertigt ist.

Die Umsetzung auf DVD ist auch gelungen.



Gut gespieltes, aber schleppend erzähltes Drama

Sowohl Marion Cotillards Gewinn des Oscars als Beste Hauptdarstellerin als auch das Making of des Films auf der DVD, das "La Vie en Rose" als große Liebesgeschichte und publikumswirksame, europäische Großproduktion verkaufen will, schienen eine deutliche Sprache zu sprechen: "La Vie en Rose" MUSS einfach ein großartiger Film sein.
Den dadurch geweckten hohen Erwartungen kann der Film aber zu keinem Moment wirklich gerecht werden. Marion Cotillard müht sich zwar redlich, die Piaf als eigensinnige, dem Alkohol und Drogen verfallene Frau aus ärmsten Verhältnissen, die auf Konventionen und gute Umgangsformen pfeift und nur das macht, was ihr gefällt, glaubhaft darzustellen und schafft es letztlich auch, eine überzeugende Leistung zu liefern. Doch auch sie vermag es nicht, den Film zu retten, der zu sehr an seiner Erzählweise krankt. Fast im Minutentakt wird zwischen verschiedenen Stationen im Leben der Piaf hin und her gesprungen - man erfährt von ihrer schwierigen Kindheit, ihrer bewegten Karriere voll zahlloser Knicks und Höhenflüge und ihrem ebenso bewegten Privatleben - , jedoch verweilt der Film dabei meist nicht lange genug bei den unterschiedlichen Stationen, um den Zuschauer wirklich zu fesseln oder auch nur ansatzweise berühren zu können. Piafs Erblindung etwa verschwindet so schnell wie sie gekommen ist, der Tod ihres Entdeckers Louis Leplée, der eine tiefe Lebenskrise der Piaf auslöste, wird angesprochen, aber nie geklärt und auch die so groß angekündigte Liebesgeschichte (was Regisseur Olivier Dahan konkret hiermit meint ist ein Rätsel, denn außer der Affäre mit dem amerikanischen Boxer Marcel Cerdan ist mir keine bewusst aufgefallen) köchelt eher vor sich hin. Durch die zig Rück- und Vorblenden soll vermutlich ein möglichst schneller, bewegender Einblick in das Leben einer Ikone gewährt werden, doch das Gegenteil ist der Fall. Das Erzählte wirkt viel zu flüchtig und das Tempo wird nicht beschleunigt, sondern nur noch schleppender, als es eh schon ist.
Die Bonusausstattung kann ebenfalls keine Begeisterungsstürme auslösen. Neben 9 Trailern zu weiteren Filmhighlights (u.a. zu "Olga" und "Michael Clayton") und lieblosen und überflüssigen Darstellerinfos auf Texttafeln (die genauso auch im Booklet abgedruckt sind) findet sich lediglich ein knapp 24-minütiges Making of, das zum großen Teil auf die Entstehung des Films eingeht und wenige, aber ganz interessante Informationen liefert (etwa dass die Figur der Titine unerwartet rein fiktional ist).
Trotz der guten Leistung des Casts, den immer noch sehr eindringlichen Chansons Edith Piafs und auch einigen starken Momenten (etwa wenn Piaf "Je ne regrette rien" singt oder vom Tode Marcels erfährt) ist das Biopic "La Vie en Rose" aber letztlich nicht mehr als ein bunter und zu lang geratener Fleckenteppich, der eigentlich bewegende Momente aus dem Leben einer der größten und faszinierendsten Chansonsängerinnen Frankreichs im Zeitraffer zeigt, dabei aber eher vom Mythos um diese lebt, als auch unabhängig davon überzeugen und gefallen zu können.


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Ersaunliche Leistung

Eine beeindruckende Darstellung des Lebens der Piaf. Jeder der diesem Film nichts abgewinnen kann tut mir leid. Absolut sehenswert !


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7



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