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  Charlotte Brontes "Jane Eyre" (2007) | Ruth Wilson, Toby Stephens
 
 
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Charlotte Brontes "Jane Eyre" (2007)
Ruth Wilson, Toby Stephens

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Was kann ein ungeliebtes Waisenkind schon vom Leben erwarten? Ein großes Abenteuer, das sie mit viel Mut und Willenkraft bestehen kann.

Die bewegende Geschichte der Jane Eyre, eindrucksvoll beschrieben von der berühmten Autorin Charlotte Bronte, ist nun in einer großartigen BBC-Verfilmung zurückgekehrt. Gespenstische Atmosphäre, detailgetreue Ausstattung und hinreißende Schauspieler haben diesem Klassiker neues Leben eingehaucht.

Dabei hätte das Leben der Jane Eyre auch ein kurzes, schmerzvolles Ende nehmen könne. Als Waisenkind wird sie in der Familie ihrer Tante Mrs. Reed (Tara Fitzgerald) nicht besonders herzlich aufgenommen. Der Sohn der Familie quält sie immer wieder, und so scheint es fast wie eine Erlösung, dass sie schließlich mit zehn Jahren in ein Internat geschickt wird. Dort geht es jedoch noch schlimmer zu und so stirbt ein Großteil der Schülerinnen, auch ihre einzige Freundin Helen, an Krankheit und Vernachlässigung. Jane jedoch hat gelernt, dass sie nur mit eisernen Willen und dem Wissen aus der Schule überhaupt eine Chance hat. Als ausgebildete Lehrerin kann sie nun endlich ein eigenes Leben beginnen. Sie nimmt eine Stelle als Erzieherin in Thornfield Hall an. Dort wartet die kleine Französin Adèle Varens auf sie. In der Haushälterin Mrs. Fairfax (Lorraine Ashbourne) findet Jane (Ruth Wilson) endlich einen guten Geist und eine Vertraute. Ein Mysterium bleibt zunächst ihr Arbeitgeber. Denn Edward Rochester (Toby Stephens) lernt sie erst kennen, als sie sich in Thornfield Hall eingelebt hat. Der Hausherr kehrt von langen Reisen zurück und ist nicht gerade eine Frohnatur. Ein schreckliches Geheimnis scheint ihn zu belasten. Dazu passen auch die mysteriösen Vorfälle im alten Schloss. Fast scheint es, als ob ein Geist hier sein Unwesen treibt. Ungeachtet dessen kommen sich Jane und Edward immer näher und verbringen ihre Zeit mit langen und ernsthaften Gesprächen. Hat Jane endlich einen Seelenverwandten gefunden? Mit dem Besuch der Familie Ingram hat die Idylle ein Ende. Wäre die schöne und reiche Blanche (Christina Cole) nicht eine passende Ehefrau für den alleinstehenden Hausherrn? Jane sieht ihre Tage in Thornfield Hall schon gezählt, als alles anders kommt: Edward bittet stattdessen sie um ihre Hand! Doch als die beiden vor dem Altar stehen, wird der schönste Moment in ihrem Leben grausam zerstört. Edward ist bereits verheiratet und hält seine geisteskranke Frau im Nordturm von Thornfield Hall versteckt! Jane flieht vor all der Schande, ist zutiefst verletzt und ihr Leben erscheint ihr überflüssig. Kann Jane Eyre ihren Mut und ihr Glück wieder finden?

Diese gelungene Neu-Verfilmung der BBC hat die Kritiker zu wahren Begeisterungstürmen hingerissen. Nicht nur wegen der originalgetreuen Ausstattung oder den hinreißenden Schauplätzen in Derbyshire. Auch die weitgehend unbekannten Schauspieler, allen voran Ruth Wilson und Toby Stephens, haben es den Liebhabern der Romanvorlage angetan. Mit viel Aufwand inszeniert, doch niemals reißerisch, zu modern oder flippig, ist diese Inszenierung von Regisseurin Sandy Welch zu einem Glanzstück der zeitgenössischen Literaturverfilmungen geworden. Absolut sehenswert.


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Wunderschöne Verfilmung...

Ich kannte bisher nur die Jane-Eyre-Verfilmung mit Charlotte Gainsbourgh und William Hurt. Nun habe ich mir die BBC-Verfilmung mit Ruth Willson und Toby Stevens gekauft und ich bin begeistert. Diese Verfilmung gefällt mir besser als die mit C.G. und W.H., auch wenn ich diese auch schön fand. Aber in dieser BBC-Verfilmung sind so viele Szenen, die in dem anderen Film einfach weggelassen wurden. Auch die ganze Umgebung, die Schauspieler find ich toll besetzt. Ich bereue diesen Kauf auf keinen Fall! Einziges Manko ist, dass leider Janes Kindheit sehr gekürzt ist. Man erfährt nicht wirklich was von Janes Beziehung zu Helen, ihrer Schulkameradin in der Lowood Schule... Es werden nur kurze Szenen mit den beiden gezeigt, aber wer das Buch nicht kennt, kann sich da vielleicht keinen Reim drauf machen!

Aber alles in allem ist es eine wirklich gelungene Verfilmung!


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Jane Eyre der plakativeren Art

Ich war gespannt auf meine Meinung, ich schwankte auch erst, nun steht sie fest: Ich liebe diese Jane Eyre! Ich habe mich verzaubern lassen. Beim ersten Sehen, wollte ich an dem Film fast schon herummäkeln, da er mir etwas kitschig vorkam aber ich bringe es einfach nicht übers Herz! Dies ist einfach eine grandiose Version dieses alten Stoffes, üppig bebildert erzählt er eine der schönsten Liebes- und Emanzipationgeschichten, der Weltliteratur. Die großartigen Schauspieler, der wunderschöne Soundtrack und die liebevolle Verpackung der Geschichte taten sein Übriges, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.
Ich habe den Film auch das erste Mal auf deutsch angeguckt aber damals waren die Synchronisationen von KSM noch grauenhaft, so verliert dieser Film, in der deutschen Fassung einfach deutlich an Substanz! Vor allem durch eine schlechte Übersetzung des englischen und durch teilweise unattraktive bzw. unpassende Stimmen.

Kurz zum Inhalt:
Erzählt wird die Geschichte eines ungeliebten Waisenkindes, das schreckliche Erfahrungen im Haus ihrer Tante machen musste und von ihr schließlich in ein bigottes Internat geschickt wird, wo sie ein entbehrungsreiches Leben führt. Dort wächst sie heran, wird zur Lehrerin ausgebildet und findet eine Anstellung als Gouvernante in Thorntfield Hall, wo sie die kleine Tochter des Mr. Rochester unterrichten soll. Dort findet die junge Frau zum ersten Mal ein Heim. Unter der unfreundlichen Fassade des seelisch gebrochenen Rochester findet Jane Eyre einen Seelenverwandten.

Mein Senf:
Was ja vielen bemängeln: Meiner Meinung nach sind die erotisch angehauchten Szenen des Filmes durchaus dem viktorianischen Zeitgeist entsprechend. Natürlich waren im Buch leidenschaftliche Beschreibungen nicht abgedruckt aber der Film traut sich nur die unterschwellige Erotik der Vorlage auch in Bildern auszudrücken. Es gibt auch nicht mehr zu sehen als ein paar Küsse!
Zwischendurch während des Anschauens war meine puritanische Seele manchmal aber doch etwas pikiert, vor allem was die Dialoge betrifft. Die sind von Charlotte Bronte so wundervoll, man hätte eigentlich die aus dem Buch nehmen können. Warum nicht?! Das intellektuelle Geplänkel, wo sich Jane und Rochester auf Augenhöhe begegnen, und was im Buch so sprühend und kraftvoll wirkt, diese Unterhaltungen bleiben für mich in dieser Verfilmung etwas platt. Dies wird aber auch durch die schlechte Übersetzung der deutschen Synchronisation gefördert. Das beste fand ich noch wie Rochester zu Jane "Sitz!" sagt. (worauf sich dann treffend sein Hund Pilot setzt.) LOL! Ich habe den Rat einer Freundin beherzigt, und den Film beim zweiten Mal auf englisch (mit deutschen Untertiteln) angesehen. Ein großer Gewinn! Aber man hätte die wichtigen Dialoge trotzdem lieber im Bronte-Original belassen sollen. Es gibt schon einige Dinge die im Buch ein Rolle spielen , die aber im Film nicht so gut transportiert werden. Die moralischen und religiösen Motive Jane Eyres kommen im Film leider nicht beim Zuschauer an. Wer das Buch kennt wird sie gedanklich in das Gesamtgefüge einsetzten, aber für Neulinge fehlt dieser Zusammenhang, und man wird vielleicht nicht genau wissen was Jane Eyre eigentlich umtreibt! Auch ist der Umgangston manchmal einfach zu salopp. Die Szene mit der Zigeunerin fand ich im Buch auch wesentlich überzeugender als hier.
Es gibt also einige Gründe den Film zu kritisieren. Ich sehe auch hier in den Rezensionen, dass der Film bei einigen Jane Eyre Puristen wahrlich wenig Gnade findet, und dass er sogar einmal als "Daily Soap" bezeichnet wird. Aufgrund der subtilen Federführung von Bronte ist man als Zuschauer schon etwas verstimmt, wenn einzelne Teile des Buches weniger beachtet werden und die romantische Entwicklung stark überbetont wird. Manche Punkte, die Bronte im Buch leicht angedeutet hat, sind in der Verfilmung alle mit Ausrufezeichen und ziemlich plakativ dargestellt. Was im Buch eher subtil angedeutet wird, z. B. die unheimlichen Zeichen aus dem Nordturm, wird in diesem Film mit gespenstischen Gothik Elementen gewunken. Wenn Thorntfield Hall ins Spiel kommt, öffnet sich langsam das knarrende Tor und eine Fledermaus schießt in die Dämmerung. Huhhh! als Uneingeweihter denkt man womöglich, dass gleich ein Vampir um die Ecke biegt. :-))
Auch ich musste mich da umstellen. Ich erwarte aber bei Literaturverfilmungen keine 1:1 Umsetzung sondern und ich lasse auch abweichende Interpretationen und moderne oder romantisierende Einflüsse gerne zu, solange mir der Film gefällt! Und dieser Film gefällt mir sehr, ich werde ihn mir immer wieder mal ansehen.

Besetzung:
Ruth Wilson, muss man einfach erwähnen, da die richtige Besetzung der Jane Eyre unbedingt zum Gelingen des Films ausschlaggebend ist. Sie ist als Jane Eyre einfach perfekt getroffen, mit ihrem facettenreichen Mimik ihrem wundervollen, ins 19. Jh. passenden, Gesicht und ihrer "niedlichen Oberlippe", wie es Woodstock in ihrer Rez. hier so treffend beschrieb, ist sie einfach anbetungswürdig. Sie behält den für eine Jane Eyre wichtigen "graues-Mäuschen- Charme" trotzdem ist sie so hübsch, dass man sich an ihr nicht sattsehen kann. Auch Toby Stephens als Mr. Rochster ist eine perfekte Wahl. Er verkörpert den Charakter von Mr. Rochester auch auf etwas geschönte aber eindrucksvolle und düstere Art und Weise. Sein breites Lächeln hat wahrlich Charme! :-)

Es gibt noch einen dicken Bonus: Das Format mit 231 Min. ist besser als bei jeder andren Verfilmung. Um dem Buch gerecht zu werden braucht man einfach mehr Zeit als die, die das übliche Kinoformat von 90 bis 120 Min. zur Verfügung stellt. Es kommt den Film zugute, dass er sich Zeit nimmt. Eine gute Auswahl der Locations, und eine hervorragende Ausstattung sowie Kostüme. Wobei ich auch gespannt bin auf die Verfilmung, die mit 240 Min. ein ähnliches Fomat zur Verfügung stellt: Charlotte Bronte's Jane Eyre (1983) - 2er DVD Set Eine Fassung, die ja im November endlich in einer deutschen Fassung erscheint. Von vielen wird ja dies als beste und werkgetreuste Version gefeiert. Ich bin auf einen Vergleich sehr gespannt!


Warum ich 5 Sterne vergebe? Weil ich den Film trotz seiner Fehler liebe. Diese Adaption hat (manchmal mehr als) einen Hauch von Kitsch, aber ist dabei so stilvoll, und zu Herzen gehend in Szene gesetzt dass man als geneigte(r) Romantiker(In) nur verzaubert sein kann. Jedem Period Dramen Fan sei dieser Film nachdrücklich ans Herz gelegt!

War wohl bei KSM der Bestseller 2007.

Adretter Pappschuber, BBC 2006, 321 Min, zwei Disks, wahlweise deutscher oder enlischer Ton mit leider nur deutschen Untertiteln. Bonus: * Filmo- und Biographien, * Bildergalerie,* Trailer, *Audiokommentar,* Unter Charlotte Bronte,* Interviews,* Deleted Scenes



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Jane forever

Jane Eyre....nachdem ich das Buch gelesen hatte, schaute ich mir den Film an.
Und ich bin schlichtweg begeistert.
Das ist die beste Jane Eyre Verfilmung die ich bis jetzt gesehen habe!Sehr nah am Buch verfilmt und mir so viel Liebe zum Detail umgesetzt. Ruth Wilson ist eine bezaubernde Jane Eyre, sehr naturell, ehrlich und herrlich grade heraus. Mit Toby Stephens hat diese Verfilmung den besten Mr. Rochester zu bieten, den es nach meiner Meinung je gab. Beide harmonieren sehr glaubhaft nebeneinander, miteinander und Jane Eyre& Mr. Rochester waren noch nie so sexy wie die 2006/07 Verfilmung! Sehr gut eingefangen wurden die Landschaften, dunkel, ursprünglich und geheimnissvoll. Auch die Nebencharaktere wie Blanche Ingram( auch wenn sie hier blonde Haare hat, anstatt wir im Buch beschrieben schwarze..ich nehme an, damit sollte der Unterschied zwischen Blanche und Jane noch deutlicher gezeigt werden!!) oder Adele oder St. John sind perfekt besetzt! Ich hätte mir keine bessere und nervigere Adele wünschen können, als wie in dieser Verfilmung.
Das Spiel zwischen Jane und Rochester ist sehr intensiv und besonders gut gelungen finde ich die kleine "Neckerei" zwischen beiden, als Jane beschließt ihre Tante Reed zu besuchen und daraufhin Mr. Rochester im Salon aufsucht! Gelungen finde ich auch die " Wahrsagerin" Szene, eine sehr gute Lösung..im Original hätte sie wahrscheinlich nicht so gut funktioniert.
Fazit...Mr. Rochester war noch nie grummeliger, charmanter und gut ausehender als in dieser Verfilmung( man hat ihm sogar seine Hand gelassen:-)und Jane Eyre ist einfach umwerfend. Ein wunderschöner Film! Unbedingt ansehen!


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Wundervoll einfühlsame Inszenierung


Du meine Güte, ich bin immer noch vollkommen fertig! Um viertel nach Acht am Abend beschliesse ich mir Jane Eyre anzusehen - und um halb eins (!) ist der Film zuende. Vielleicht hätte ich mir vorher besser mal die Spieldauer ansehen sollen, aber dass das ein solcher Marathon wird, hätte ich mir nicht träumen lassen. Und: ich konnte mich einfach nicht mehr von der Geschichte losreissen, sondern musste - als totale Fernseh-Verweigerin - geschlagene vier Stunden ausharren.
Hätte mir vorher jemand gesagt, wie phantastisch die BBC Umsetzung der Romanvorlage ist, hätte ich es nicht geglaubt, nicht, nachdem ich den Roman vor kurzem gelesen habe, und wenig begeistert war. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich von der Geschichte sogar ziemlich enttäuscht war. Um so erstaunlicher finde ich die Tatsache, wie sehr mich die filmische Umsetzung umgehauen hat.

Zum ersten Mal finde ich den Film besser als den Roman - viel besser - das ist mir noch nie passiert.
Hier wurde das Beste aus dem Buch genommen, seine Essenz, und die nervigen Teile weggelassen, wie diesen ganzen "Schikane-armes Weisenmädchen-Kram". Hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben und die Geschichte mit grossem Respekt behandelt. Die Verfilmung ist ausgesprochen nah am Buch geblieben, ohne jedoch den Kitsch aufzunehmen. Er hat auf den ganzen Schnick Schnack verzichtet, wie bei einem Kleid, von dem man die Troddeln & Rüschen entfernt hat, die einfach nicht mehr in unsere Zeit passen. Auch fand ich das Casting ausgesprochen gelungen - sehr sensibel, sehr nah an der Vorlage. Ich habe mir so manchen Klassiker nicht bestellt, weil ich mit dem Casting nicht klar kam. DIe Personen entsprachen einfach nicht den Figuren, wie ich sie mir vorgestellt habe. Das ist hier ganz bestimmt nicht der Fall: Ruth Wilson ist die geborene Jane Eyre und Toby Stephens die Inkarnation von Mr Rochester. Das passte einfach bis in die Fingerspitzen.

Habe ich Anfangs noch zwischen den Sprachen hin und her gezappt, wusste ich spätestens nach 20 Minuten, dass die englische Fassung der Deutschen um Längen voraus ist.
Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, sich den Film anzusehen - eine beeindruckende Verfilmung des Klassikers.


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Eine erfrischende Umsetzung des Romanes von Charlotte Bronte

Ich weiß gar nicht so genau, die wievielte "Jane Eyre" Verfilmung dies ist, aber ich glaube, es sind eine Menge, die dieser vorangehen. Auch über die Qualität der Filme weiß ich nichts, außer von denen, die ich schon gesehen habe (Samantha Morton/Ciaran Hinds, Charlotte Gainsbourg/William Hurt). Ich habe mir nun auch diese angeschaut und bin erstaunt, daß es immer noch möglich ist, eine Verfilmung über Jane Eyre zu schaffen, die sich gänzlich von den vorangegangenen unterscheidet. Und das meine ich ganz im positiven Sinne.

Als erstes habe ich mich natürlich gefreut, dass die BBC den Roman als Mehrteiler verfilmt hat. Ich habe zuvor den Roman gelesen und bin deswegen immer begeistert, wenn so ein facettenreicher Roman nicht in Spielfilmlänge gedreht wird. Somit gehen keine wichtigen Aussagen und Aspekte verloren, die der Roman dem Leser mitteilen möchte. Der Mehrteiler hatte es aber trotzdem nicht ganz leicht bei mir, weil ich ihn mit der leidenschaftlichen Verfilmung mit Samantha Morton/Ciaran Hinds verglich und diese einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Deswegen fiel mein Augenmerk auch ersteinmal auf die beiden Hauptdarsteller, die mir bis zu diesem Zeitpunkt noch vollkommen unbekannt waren. Vom ersten Augenblick an war ich von dem Spiel der Ruth Wilson faziniert. Ihr ungewöhnliches Gesicht leuchtete richtig und ich sah ihr die verschiedensten Gefühle an, mit denen sie sich in ihrem jungen Leben auseinandersetzten musste. Sie verstand es auf der einen Seite zurückhaltend zu spielen, aber auf der anderen Seite öffnete sie sich in den ihr gebotenen Grenzen, die einer Gouvernante zu der damaligen Zeit erlaubt waren. Toby Stephens fand ich anfangs etwas zu zahm und betulich für einen Mr. Rochester. Doch hier wurde anscheinend das Augenmerk auf die Verbitterung des Herren von Thornfield Hall gelegt und eins ums andere Mal war dies in den Unterhaltungen der beiden deutlich zu spüren. Toby Stephens hat mein Herz gerührt, weil er Mr. Rochester tieftraurig gespielt hat und hierfür nehme ich es gerne hin, dass seine Impulsivität etwas auf der Strecke blieb.

Der Roman wurde sehr ausführlich verfilmt und mit Neuerungen versehen, die sehr gelungen sind und dieser Mehrteiler auch dringend gebraucht hat. Man hört halt nicht gerne, dass diese Verfilmung überflüssig ist, weil sie sich von den anderen Filmen kaum unterscheidet. Das muss sich diese BBC Produktion sicherlich nicht anhören, weil sie es mit neuen modernen Elementen geschafft hat, sich als eigenständiges Werk zu sehen. Gut gemacht! Die Szene übrigens, als Mr. Rochester mit Jane im Bett liegt und sie zu überreden versucht, bei ihm zu bleiben, finde ich nicht unpassend. Ganz im Gegenteil. Hier wird dem Zuschauer bewusst, wie stark Jane ihren Prinzipien treu ist und sich deswegen Mr. Rochester verweigert, indem sie nicht bei ihm bleibt. Und das ist sicherlich nicht leicht, wenn man einem geliebten Menschen so nahe ist, wie in diesem Fall (Anmerkung: in dieser Szene küssen sich die beiden nur, es passiert nichts Unschickliches).

Fazit: Eine Neuverfilmung mit wunderbaren unverbrauchten Darstellern, die so überzeugend spielen, als wären sie aus dem Roman entsprungen. Und mit Neuerungen versehen, die dem Film eine eigene Note geben und mich zu dem Schluß kommen lassen, dass diese "Jane Eyre" Verfilmung sicherlich nicht umsonst war. Kurzum: Sehr zu empfehlen!


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7



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