Roots - Jubiläumsedition zum 30. Jahrestag (4 DVDs) | LeVar Burton, Louis Gossett Jr.
DVD Filme:
roots - jubiläumsedi...
Roots - Jubiläumsedition zum 30. Jahrestag (4 DVDs)
LeVar Burton
,
Louis Gossett Jr.
Warner Home Video - DVD, 2007
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Kauftipp
Warner Home
Roots
- Jubiläumsedition (4
DVDs
), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 26.10.07
Der Fernsehklassiker endlich auf DVD!
ZUM INHALT
... muss ich nicht mehr viel sagen. Diese DVD-Box enthält die komplette Staffel der 8teiligen Fernsehserie von 1977 nach dem Bestseller "
Roots
" und weiteren Aufzeichnungen des schwarzen US-Autors ALEX HALEY. Es handelt sich dabei um ein Familienepos, in dem Alex Haley seine Familiengeschichte 7 Generationen zurückverfolgt hat bis zu jenem "Afrikaner", Kunta Kinte, dem Vorfahren, der Mitte des 18. Jahrhunderts von Sklavenhändlern aus Gambia entführt wurde. Somit steht dieses Familienepos stellvertretend für alle schwarzen Amerikaner und ihre Wurzeln ("roots"), und es ist eine beispielhafte Schilderung eines dunklen Fleckes in der amerikanischen Geschichte: der Sklaverei!
Die Beschreibung dieser Sklaverei, die Entwürdigung und Ausbeutung der Afrikaner und ihrer amerikanischen Nachfahren und der Rassenhass, der auch nach Abschaffung der Sklaverei weiter gepflegt wurde, all das ist um so eindrücklicher, als es am Beispiel dieser einzelnen Menschen und Familien dargestellt wird. Doch trotz dieser Demütigungen zeigt die Serie deutlich, wie sehr die Vorfahren von Alex Haley (bzw. die Nachfahren des Afrikaners Kunta Kinte bis zu seinen Ur-Enkeln) ihre Würde und ihren Stolz bewahrt haben.
Das Ganze gleitet manchmal vielleicht etwas ins Pathos ab, aber man muss wissen, dass es eine amerikanische Serie ist, die mittlerweise auch schon 30 Jahre auf dem Buckel hat. Gerade das Pathos hebt manche elementare Aussage noch mal deutlich hervor. Meine Empfehlung ist, auf jeden Fall auch das gleichnamige Buch von Alex Haley zu lesen, das vor allem die Kindheit von Kunta Kinte im seinem afrikanischen Dorf auf 130 Seiten würdigt und so einen viel tieferen Einblick in seine Herkunft gibt und in die Empfindungen der Protagonisten als die Fernsehserie.
Diese DVD-Sammlung enthält die Geschichte von Kunta Kinte, Tochter Kizzy, Enkel Chicken-George und Ur-Enkel Tom Harvey. Die "nächsten Generationen" bis zum Autor Alex Haley sind in der gleichnamigen Staffel aus 1979 enthalten, die ebenfalls als komplette DVD-Sammlung wiederveröffentlicht wurde und - im Prinzip - ebenfalls gesehen werden muss.
ZUR DVD
... sei gesagt, dass es sich tatsächlich um 7 DVD's handelt (weil drei von ihnen beidseitig beschrieben sind). Die ersten 5 DVD's enthalten somit die komplette Serie in 5 Episoden à 90 Minuten. Die beiden anderen DVD's enthalten eine 17minütige Doku aus 2002, in der Schauspieler und Produzent der Serie von ihren Empfindungen bei den Dreharbeiten erzählen (deutsche Untertitel) sowie eine 45minütige Doku von 1978, in der Alex Haley vorgestellt wird (vor allem seine kamera-begleitete Rückkehr ins afrikanische Heimatdorf seines Vorfahren, was besonders eindrücklich ist), und in der von den Wirkungen des "Straßenfegers" ROOTS auf die amerikanische Gesellschaft berichtet wird. Auch diese Doku enthält deutsche Untertitel und ist sehr interessant!
Bild und Ton sind überraschend gut. Offensichtlich ist die Serie komplett nachsynchronisiert worden (was nur deshalb aufgefallen ist, weil dies bei zwei kurzen Dialogen vergessen wurde und der alte, schlechtere Ton mit anderen Synchronstimmen zu hören ist).
ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG also für dieses Stück Fernsehgeschichte und auch Geschichtsstunde über die Sklaverei! Eindrücklich, kurzweilig und mit hervorragenden Schauspielern, von denen ich nicht mal die bekannten Lorne Greene, Lloyd Bridges, Chuck Connors, Louis Gosset jr., Vic Morrow, Richard Roundtree ("Shaft") oder O. J. Simpson hervorheben will, sondern vor allem LeVar Burton (Kunta Kinte) und Ben Vereen (Chicken-George).
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Die (Un)segnungen der frühen, "zivilisierten" Weltordnung
Die Sklavenhaltung in den Südstaaten der USA zählt zu jenen schaurig unbegreiflichen Themen der Historie, die die Menschen auch heute noch immer wieder umtreiben. Und eine schonungslose Auseindersetzung damit ist, gerade im Hinblick auf den heutigen Umgang Anghöriger unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen, religiöser Gemeinschaften usw. miteinander, richtig und wichtig. Für die Zeit seiner Entstehung ist die Verfilmung von "
Roots
" sicherlich thematisch wie filmhandwerklich epochal. Heute angesehen empfinde ich gewisse Stereotypen des alles andere als zeitlosen Inszenierungsstiles der 1970er eher als störend. Glaubt denn tatsächlich auch nur ein einziger Zuschauer dass das Leben afrikanischer Ureinwohner im 18. Jahrhundert auch nur annähernd so ausgesehen haben könnte wie in weiten Strecken der erste Folge gezeigt? Ich spreche dabei weniger von den Sitten der Menschen, sondern deren Kleidung, den unrealistischen Schauplätzen und Bauten sowie dem unweigerlichen Pathos z.B. beim Auszug Kunta Kintes aus der Mutter Hütte. Aus heutiger, noch weniger Vorurteil behafteter Sicht käme man da mit einer authentischen Darstellung der Wahrheit sicher viel näher. Zu den Verdiensten der Inszenierung ist im Umkehrschluss zu zählen, dass der Zuseher zu jeder Zeit Kunta Kintes Befinden, besonders in allem was die Entrechtung, Freiheitsberaubung und Fremdbestimmtheit betrifft, eindringlich nachfühlen kann. Trotz der genannten Abstriche in der Kür bleibt "Roots" ob seiner Stärken letzlich jedoch ein wichtiges Stück Fernsehgeschichte, weil das auch unterhaltenden Medium der Mini- TV- Serie es ermöglicht(e) die hohe Aussagekraft breit zu streuen und damit Diskussionen anzustoßen.
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Einfach genial!!
Wunderbare
Jubiläumsedition
kann ich dazu nur sagen! Eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Jubiläumsedition zum 25.
Jahrestag
. Offensichtlich hat man dazu gelernt! Die in der Edition vorhandenen "Specials" mit Interviews der damaligen Schauspieler sowie der filmischen Begleitung von Alex Haley an die entscheidenden historischen Stätten seiner Familie sind eine zusätzliche Bereicherung und runden das Ganze ab. Um ein Beispiel zu nennen: mich berührte besonders, als Alex Haley zusammen mit dem jungen LeVar Burton, der den jungen Kunta Kinte spielt, den Sklavenfriedhof aufsucht, auf dem Alex Haleys Vorfahre Kunta Kinte seine letzte Ruhe fand. Einmalige Szenen voller Tiefgrund und Wärme.
Die Filme und das Thema haben auch nach 30 Jahren nichts von ihrer Authentizität und ihrem Reiz verloren! Ein Muss für jede DVD-Sammlung. Da diese Edition so gelungen ist, freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung "
Roots
-Die nächste Generation".
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Irrtum von Andrej ?? (Finger weg!!!, 5. März 2008 )
Ich hatte mir die DVD-Box zum Sonderpreis gekauft, danach erst hatte ich die Rezensionen gelesen.
O schreck da soll eine Folge fehlen? Ich überlegte die
DVDs
zurück zu bringen, aber ich entschied mich dafür die Verpackung doch zu öffnen.
Ich legete die besagte DVD ein und siehe da, auf Seite A sind die Folgen 5 und 6 in voller Länge. Hat Andrej einen Fehldruck, oder hat er übersehen dass auf einer Seite zwei Folgen sind?
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