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  Control (Special Edition, 2 DVDs) | Sam Riley, Samantha Morton
 
 
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Control (Special Edition, 2 DVDs)
Sam Riley, Samantha Morton

Alive - Vertrieb und Marketing/DVD, 2008

Kundenbewertung:(6 Bewertungen)
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CONTROL S.E.


Die interessanteste Autobiografie eines Sängers!

Zuerst hatte ich bedenken, weil der Film in schwarz/weiß gedreht wurde. Doch schon nach wenigen Minuten habe ich festgestellt, dass es sich hierbei um einen Kunstfilm handelt. Nach einer halben Stunde war mir klar, dieser Film musste in schwarz/weiß gedreht werden, denn nur so kam er hundertprozentig rüber. Ich war und bin begeistert. Das Leben des Sängers Ian von Joy Division war einfach faszinierend. Man hat jedoch schon zu Beginn des Films gemerkt, dass Ian anders war. Er hatte ständig über Gott und die Welt nachgedacht, Musik gehört, sich von den anderen abgekapselt und Gedichte geschrieben. Auch Tagebücher hatte er geführt, was für einen jungen Mann eigentlich eher ungewöhnlich ist. Nachdem er sich in Debbie verliebt hatte, hatten die beiden auch kurze Zeit später geheiratet. Ian hatte einen regulären Job und abends ist er mit seiner Band durch die Clubs getourt. Fast jeden Abend war er auf Konzerten. Man hätte meinen müssen, dass er glücklich ist, denn seine Band war auf dem Weg steil nach oben. Doch es war nicht so. Die Popularität hat ihn mehr oder weniger fertiggemacht. Die meisten Joy Division Fans werden wissen, was mit Ian passiert ist und wie sein Leben verlaufen ist. Da ich aber niemandem die Spannung nehmen möchte, werde ich hier nicht näher darauf eingehen. Das wäre schade (Schade übrigens, dass in der Kurzbeschreibung in zwei Sätzen alles verraten wurde. Ich kann das nicht verstehen und frage mich, was sich derjenige dabei gedacht hat. Aber egal! In diesem Film geht es um mehr, als um die Tatsache, dass sich Ian am Ende in seiner Küche erhängt hat. Deshalb: schaut euch den Film unbedingt an!) Ich kann nur sagen, das Ende und alles drum herum (wieso es dazu gekommen ist) schockt! Die zweite CD finde ich super. Dort gibt es einiges zu erfahren. Der Schauspieler Sam Riley, der Ian gespielt hatte, ist eigentlich ein Sänger. Der Regisseur war der festen Überzeugung, dass es einfacher ist, einen Sänger das Schauspielern beizubringen, anstatt einem guten Schauspieler das Singen. Ich kann nur sagen, Sam hat Ian nicht nur überzeugend gespielt, er hat auch fantastisch gesungen. Ich als Joy Division Fan kenne die Songs und ich habe keinen Unterschied zu den Originalen feststellen können. Einfach nur genial. Die Schauspielerei, der Gesang, in diesem Film hat einfach alles gepasst. Die beste Autobiografie, die ich jemals gesehen habe! (Nach Ians Tod hatte sich die Band "neu geordnet" und sich daraufhin den Namen "New Order" verpasst. Und ich denke, dass dieser Name vielen bekannt ist. New Order ist eine fantastische Band, die in den 80ern sehr populär war und heute noch super Musik macht!)


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Sehr gut!

Joy Devision war mir als New Order Fan schon immer ein Begriff und der Song Love will tear us apart gehört zu meinen Lieblingssongs. Also war es ein Muss, diese DVD anzuschauen. Es war sehr interessant. Endlich erfährt man mal die ganzen Hintergründe. Ich fand den Film sehr gut! Die zweite CD enthält noch viele zusätzliche Informationen und das Video Transmission in voller Länge. Control ist eine wirklich gelungene Autobiografie über Ian Curtis. Sehr zu empfehlen!


A Means to an End

Joy Division - nicht jedem ein Begriff, aber den meisten Menschen, für die es einer ist, bedeutet er viel. Denn Joy Division stellten und stellen noch immer eine Band dar, die für fesselnde Melodien, trockene Produktion und das ausgebreitete, aber poetisch dargebotene Innenleben ihres Sängers Ian Curtis steht. Genau diesem widmete sich der bisher für seine Musikvideos und Werbeclips bekannte Anton Corbijn mit seinem Meisterwerk "Control".

Als Fotograf der Band lernte Corbijn die Band kennen und liefert somit ein authentisches Zeugnis. Der Film zeigt verschiedene Facetten der Band, aber insbesondere ihres Sängers: Die Musikverliebtheit, die Jugend im düsteren Viertel, die zu frühe Hochzeit, den Verfall der Ehe, den Aufstieg der Band und parallel ablaufenden Abfall der Kontrolle, die Krankheit. All diese Dinge werden aber nicht in eine unnötige Sentimentalität gedrückt, sondern mit wahren Emotionen dargeboten. An dieser Stelle gilt es, Sam Riley zu würdigen, denn dieser hat mit der Darstellung von Ian Curtis wahrlich keine leichte Aufgabe bekommen, und sie dennoch mit Bravour gemeistert. Er hat nicht nur Curtis' unheimlich tiefe und prägnante Stimme nachmachen können und selbst gesungen (!), sondern auch seine heftigen Anfälle und seine Verzweiflung und den Weltschmerz wunderbar und einfühlend rübergebracht.

Was die Musik betrifft, konnte "Control" mit dem Soundtrack, der größtenteils aus Joy Division - Covern besteht, kaum schlecht werden. Aber er ist nicht nur "nicht schlecht", sondern wahrlich ein Meisterstück und das Highlight des Films: Die Coverversionen sind unheimlich ergreifend ausgefallen und auch angemessen in Szene gesetzt, mit "Love Will Tear Us Apart" wurde dann noch ein hinreißendes JD - Original eingefügt und weitere Stücke der Zeit von Joy Division runden das Paket ab.

Einige kleinere Probleme hat der Film dennoch. Während er Curtis Leben gut rüberbringt, sind einige Szenen wie die zwischen Riley und Alexandra Maria Lara sehr unterkühlt, obgleich ihr Inhalt eine große Zuneigung darstellen soll. Weiterhin hätte ich mir gewünscht, dass noch etwas mehr auf die Beweggründe für Ians folgenschwere Entscheidung eingegangen wird. Die Abstriche, die ich aber für diese Mäkel mache, tuen der Qualität des Films keinen wirklichen Abbruch.

Die DVD selbst ist in der wunderschönen und schlichten Packung ebenfalls wunderbar. Ein tolles Poster und eine zweite, interessante Bonus-DVD sind ein weiterer Kaufgrund.

Alles in allem spreche ich eine definitive Kaufempfehlung aus. Während er sicher Fans der Band besonders gefallen wird, können auch allgemein Musikinteressierte und sonstige Filmliebhaber eine große Freude daran empfinden und einen Menschen ehren, der die Welt vieler mit seinem Werk für immer verändert hat: Ian Curtis.


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Begeistert und traurig zu gleich !


Die Geschichte ist klar. Es geht um das kurze Leben von Ian Curtis (im Film von 1973 - 1980) und sein Umfeld, sprich Familie, Freunde - nur bedingt wird die Band miteinbezogen, außer bei den großartigen Liveauftritten wo Sam Riley und Band tatsächlich gesungen und gespielt hatten.

Es sind größtenteils Auszüge vom Buch "Touching from a distance" von Debbie Curtis, seiner Frau die bei den Dreharbeiten mitgewirkt hatte.

Sam Riley spielt wie ein junger Gott ! Gigantisch. Da paßt alles. Von der Haltung, dem Gesichtsausdruck, der Bewegung, etc. ... !

Muß gestehen, daß ich ein sehr, sehr großer JD Fan bin und anfangs gegen Sam Riley war, aber als ich den Film sah, hat er mich echt umgehauen. Selbstverständlich auch alle anderen Protagonisten. 1 A gespielt ... bis auf - sorry, wenn ich das sagen muß - die süße, hübsche Alexandra Maria Lara. Sie war deplatziert in diesem Stück. Sie hat selbst gesagt, daß sie mit dieser Art Musik noch nie etwas anfangen konnte bzw. sie nie gehört hat. Na wie will man dann so tun, als würde man ihr verfallen ?! Es gibt eine Handvoll Schauspieler die dies vielleicht könnten, Frau Lara kann es nicht (man sollte deshalb ein Sternchen abziehen, aber zum Glück kommt sie nicht sooft vor, sorry Alex).

Obwohl man weiß wie es ausgeht, war ich echt schon einer Träne nahe und ich war die nächsten Tage sehr schlecht drauf und hörte mir tagein / tagaus JD Platten an. Viele Gedanken schwirren umher und man fragt sich "was wäre wenn" udgl.

Daß man Debbie's Buch jetzt nicht 1:1 "glauben" schenken darf ist klar. Es ist eben eine subjektive Sichtweise und sie hat es sicherlich nicht leicht mit Ian gehabt. Soviel durchhaltevermögen muß man erst mal haben, jedoch kommt sie mir im Film zu "gut" vor. Sie war sicherlich auch kein Engerl ... aber gut ... das sind Spekulationen.


BONUS:

Die Bonus DVD ist ok. Einige Sachen konnte man schon auf der 1. DVD bei Extras entnehmen. Haut mich nicht so vom Hocker.

FAZIT:

Der Film ist PFLICHT für alte Goths, alte Indies, alte Punker und sonstige aus dieser Zeit bzw. jene die diese Musik in sich aufnehmen !

KAUFEMPFEHLUNG !




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Unknown Pleasures

Wenn das Biopic ?CONTROL? am 10.01.08 in die hiesigen Kinos kommt, hat es bereits, im Fahrwasser des oscarprämierten ?Walk The Line?, eine Aufmerksamkeit ungeahnten Ausmaßes erfahren und sogar den Startschuß des nächsten JOY DIVISION-Revivals gelöst.
Doch was ist dran am Hype?

Das Spielfilmdebüt von Anton Corbijn, einem renommierten Fotografen und Musikvideoregisseur, der auch für einen großen Teil des vorhandenden Bildmaterials von JOY DIVISION und den Videoclip zu ihrem Song ?Atmosphere? verantwortlich ist, bleibt zuallererst einmal der Ästhetik seiner eigenen Fotographien der Band treu ? der komplette Film wurde in schwarz-weiß abgedreht.
Inhaltlich zeichnet der Film den Weg Ian Curtis' vom verträumten Schuljungen über den Aufstieg von JOY DIVISION bishin zum tragischen Freitod in der Nacht vor dem Beginn der ersten US-Tour nach.

Im Fokus des Films steht hier jedoch, im Gegensatz zur Dokumentation ?Joy Division? von Grant Gee, über lange Strecken eher die Unentschlossenheit des Sängers, der zwischen seiner Frau Deborah Curtis und der Belgierin Annik Honoré steht.
Curtis' wegweisende Band wird, soweit es in einer Darstellung seines Lebens überhaupt möglich ist, eher ausgeklammert und wird meistens nur bei Aufnahmesessions oder Konzerten gezeigt, was zum einen zeitlosen Übersongs wie ?Transmission?, ?She's Lost Control? oder dem vom NME zur besten Single aller Zeiten gekürten ?Love Will Tear Us Apart? einen würdigen Platz innerhalb des Filmes garantiert und zum anderen die Nachzeichnung von Curtis' Charakter durch seine Lyrics um eine weitere wichtige Facette bereichert. Die Referenz des Filmtitels auf den oben genannten Song ist im übrigen klug gewählt, macht der Film doch mehr als deutlich, dass Ian Curtis weder seine Gefühle, noch seinen von plötzlichen Epilepsieanfällen heimgesuchten Körper unter Kontrolle hatte.

Ein besonderes Lob geht zudem auch an die Casting-Abteilung für die Zusammenstellung des Ensembles, denn die Hauptrollen sind mit Sam Riley (Ian Curtis), Alexandra Maria Lara (Annik Honoré) und Samantha Morto (Deborah Curtis), die ihre Rollen perfekt und ohne Angriffsfläche zu bieten spielen, optimal besetzt.
Bleibt einzig festzustellen, dass ?Control? definitiv einer der besten Musikfilme der letzten Jahre ist und selbst Filme wie Ray? und sogar ?Walk The Line? abgeschlagen hinter sich lässt.
Let's dance to Joy Division!



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reviews: page 1, 2



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